180-Grad-Drehung
Deutschland steht im Viertelfinale! Mit vier Siegen in Folge tankte man kurz vor der KO-Runde nochmal eine ordentliche Portion Selbstvertrauen und kann zumindest in diesem Punkt definitiv mit dem kommenden Gegner mithalten. Dieser erscheint übermächtig, doch mit den Prognosen ist es ja sowieso so eine Sache.

(Foto: IMAGO - Newspix24)
Deutschland steht im Viertelfinale! Mit vier Siegen in Folge tankte man kurz vor der KO-Runde nochmal eine ordentliche Portion Selbstvertrauen und kann zumindest in diesem Punkt definitiv mit dem kommenden Gegner mithalten. Dieser erscheint übermächtig, doch mit den Prognosen ist es ja sowieso so eine Sache.
Erinnern wir uns zurück an die Kadernominierung. Was wurde Harold Kreis nicht kritisiert. Schmölz, Bokk UND Kammerer nicht dabei. Dazu spiele man mit dem kreisschen Defensivhockey doch sowieso nur gegen den Abstieg. Der Gegenwind glich einem Tornado, doch danach wurde ein wunderschöner Sommertag mit blauem Himmel aus dieser WM. Es scheint fast so als hätte das Team und der Bundestrainer die Kritik gehört und als Ansporn genommen. Ein Ansporn, es allen zu beweisen.
Um das klarzustellen: Auch ich war nicht überzeugt vom aufgestellten Kader und der Spielweise in den Testspielen. Es schien viel Arbeit vor dem Team zu liegen, doch ähnlich wie ich bei meinen Studienarbeiten wurde diese wohl in intensiven Stunden kurz vor der Abgabe bzw. kurz dem WM-Start erledigt. Am Ende des Tages ist es auch vollkommen egal, wie es dazu kam. Deutschland hat sowohl mentale als auch spielerische Stärke bewiesen und kann sich auf das Viertelfinale am Donnerstag freuen.
Dort wartet mit der Schweiz ein Gegner, der auf dem Papier der wohl schwerstmögliche ist. Mehr dazu aber in der großen KO-Runden-Vorschau am morgigen Abend. Für Deutschland gilt es festzuhalten, dass man vier Reihen hat, die treffen können und, dass man verdammt schwer zu schlagen ist, wenn man das eigene Spiel 60 Minuten aufs Eis bekommt. Auch von der bisher vermeintlich perfekten Schweiz.
Klar ist: Team Schweiz wird eine harte Aufgabe. Deutschland hat im abschließenden Gruppenspiel erstmals über die volle Distanz den Matchplan durchgezogen. Das war vorher in sechs Spielen nicht der Fall. Immer wieder schlich sich der Schlendrian in eine eigentlich starke Vorstellung ein. Das darf im nächsten Spiel – und möglicherweise den nächsten Spielen – auf gar keinen Fall passieren.
Spätestens jetzt sollte aber auch bei den größten Kritikern der Punkt gekommen sein, an dem man sich hinter das Team stellt, ihm die größtmögliche Rückendeckung gibt und sich zurückerinnert an vergangene Erfolge gegen die Schweiz („NOEBEEEEEELS“). Das deutsche Team hat sich unseren Respekt verdient und es macht verdammt viel Spaß, die DEB-Auswahlen regelmäßig im Viertelfinale von Weltmeisterschaften auftreten zu sehen.
Auf geht´s!
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Simon Rentel





