Community-Blog: Drei Regel-Vorschläge für die DEL

Die Deutsche Eishockey Liga geht in ihre wohlverdiente Sommerpause und schon jetzt verkünden die Vereine ihre Transfers, während sich die Nationalmannschaft auf die WM in Finnland vorbereitet und die Liga wichtige Entscheidungen für die Zukunft trifft. Ein wichtiger Teil davon ist das Regelwerk der Liga, welches jedes Jahr Veränderungen mit sich bringt, damit dieser Sport und besonders die DEL spannender und fairer wird. Genau aus diesem Grund stelle ich im folgenden drei wichtige Regeländerungen vor, die dazu beitragen könnten!

Vorlage Blogbild

(Foto: Red Bull München - City Press)

Regel Nummer 1: Keine Schlittschuhtore aller Art

Diese Änderung kommt für viele überraschend und ist kontrovers. Die Regel ist bisher klar ausgelegt. Wenn der Puck ins Tor gekickt wird, zählt das Tor nicht. Jedoch ist es nicht sinnvoll seinen Schlittschuh perfekt in den Pass des Teamkollegen zu stellen und so den Puck ins Tor zu lenken. Auch das Reinbremsen des Pucks ins gegnerische Tor ist meiner Meinung nach nicht korrekt, da der Spieler in den meisten Situationen mit dem Schläger nicht mehr hingekommen wäre, weswegen er den Puck reinbremst. Um diese beiden Szenarien auch ab sofort für illegal zu bewerten, wäre es logisch keine Tore durch den Schlittschuh zu erlauben! Dadurch würde das Spiel fairer gemacht werden und kein Team würde durch diese Regel einen Nachteil erfahren.

Regel Nummer 2: Heimspiel in den Playoffs

Es ist eine kleine Anpassung am Playoff-Spielplan, der zudem noch gut für den Co2-Abdruck der Liga wäre, nämlich wie in der NHL innerhalb der ersten vier Spiele nur einmal zu reisen. Das wäre dann ausschließlich von Spiel zwei auf Spiel drei, das heißt das besser platzierte Team hat in Spiel eins und zwei ein Heimspiel und in Spiel drei und vier ein Auswärtsspiel. Ab Spiel fünf wieder das altbekannte Schema. Eine kleine Änderung, die normalerweise keine großen Auswirkungen auf den Verlauf der Playoffserie haben dürfte.

Regel Nummer 3: Coaches Challenge

Die, seit einigen Saison in der NHL, bewährte Coaches Challenge wäre auch hier zu Lande eine große Bereicherung im Regelwerk und würde mehr Fehler der Schiedsrichter beheben und die Spiele fairer gestalten. Für alle, die die NHL nicht verfolgen ein kurzer Exkurs: Bei einem gefallenen Tor der gegnerischen Mannschaft kann sich der Trainerstab auf der Bank auf ihrem iPad das Tor noch einmal anschauen um mögliche Fehlentscheidungen vor dem gefallenen Tor, Abseits oder Torhüterbehinderung, reklamieren (Coaches Challenge). Behält das Tor jedoch seine Gültigkeit, da die Trainer falsch lagen, gibt es eine zweiminütige Bankstrafe wegen Spielverzögerung und die Entziehung der Auszeit. Damit dies jedoch umgesetzt werden kann, benötigt jedes Stadion der Liga die Ausstattung von genügend iPads, neuen Kameraperspektiven an den blauen Linien. Zusätzlich wäre es sinnvoll die Schiedsrichter zu verkabeln, damit die Zuschauer im Stadion und auch zu Hause vor den Bildschirmen die Entscheidung nachvollziehen können. Das wäre natürlich ein Kostenfaktor für die Liga, der aber auf sportlicher Ebene definitiv lohnenswert wäre. Durch diese Änderungen könnte die DEL ab der kommenden Saison noch nachhaltiger, fairer und attraktiver vermarktet werden und die Teams bekommen einen spannenderen Wettkampf geboten.
_
Lars Weber
- Eisblog-Community
_

Auch dich beschäftigt ein Thema, das du gerne mit der Eishockeywelt teilen möchtest?
Schreib uns einfach eine Mail oder Nachricht auf den Sozialen Medien mit deinem Thema!