Der Wohlfühl-Cup
Seit 2006 gibt es den Dolomitencup bereits. Damit zählt der Cup, ausgetragen vom HC Neumarkt im wunderschönen Südtirol, zu den prestigeträchtigsten seiner Art. Damals von Charlie Fliegauf mit einer Art Hauruckaktion aus dem Boden gestampft, locken die Verantwortlichen jedes Jahr Top-Clubs ins kleine Örtchen zwischen Bozen und Montan. Dieses Mal trafen die ambitionierten Löwen Frankfurt auf den „Gastgeber“ HC Pustertal, dem EHC Kloten aus der Schweiz und die Tschechen von Komet Brno mit Weltmeister Jakub Fleck.

Für mich ist es natürlich die erste Auswärtsfahrt in dieser noch frischen Eishockey-Saison 24/25 - dennoch sind die ersten Eindrücke beeindruckend. Aber Moment, vielleicht erzähle ich euch erst noch, wie wir überhaupt in den Genuss gekommen sind, beim Dolomitencup eine Art „Sonderstellung“ in der Berichterstattung zu bekommen. Jahn & Partner mit Inhaber Daniel Brachmeier ist sowohl Sponsor beim Dolomitencup, als auch beim Eisblog und damit war der Kreis auch schon geschlossen: „Der Dolomitencup 2024 beim Eisblog wird euch präsentiert von Jahn & Partner“.
Jetzt aber zurück zu den ersten Eindrücken aus Neumarkt. Ich könnte es mir leicht machen und sagen, dass das Turnier von vorne bis hinten top organisiert war. Dies wird aber nicht mal ansatzweise dem gerecht, was die Verantwortlichen um HC Neumarkt-Vorstand Matthias Bertignoll Jahr für Jahr (ehrenamtlich) auf die Beine stellen. Die Hotels, das Aufziehen der drei Spieltage an sich, das überaus freundliche Personal vor Ort, die Verpflegung bis hin zum natürlich überragenden Ambiente. Man merkt schnell, wieso die Teams Schlange stehen um weiterhin beim Traditionsturnier teilnehmen zu können. Übrigens laufen die Vorbereitungen für das neue Turnier 2025 bereits schon wieder ab Oktober voll an.
Nicht nur neben, sondern auch auf dem Eis wurde den zahlreichen Zuschauern einiges geboten. In den eingangs genannten Teams tummelt sich nämlich jede Menge Eishockey-Klasse. So war bei Komet Brno mit Jakub Flek ein aktueller Eishockeyweltmeister mit auf dem Eis. Neben Jussi Olkinuora im Frankfurter Kasten kann man direkt das Prädikat „überragend“ setzen. Sein erster Auftritt im Halbfinale machte ihn direkt zum Liebling der zahlreichen Löwen-Anhänger. Mit Carter Rowney (Frankfurt), Branden Davidson, Nicolas Beaudin (beide Brno) oder auch Jason Akeson (Pustertal) war einiges an NHL-Erfahrung mit auf dem glatten Parkett.
Nach Erfolgen über Pustertal und Brno zogen sowohl der EHC Kloten als auch die Löwen Frankfurt ins große Finale am Sonntag-Abend ein. Davor machte im Spiel um Platz drei der tschechische Erstligist aus Brno kurzen Prozess mit dem italienischen ICEHL-Teilnehmer HC Pustertal (7:1). Das Finale wurde zur relativ klaren Angelegenheit. Am Ende stand ein 4:0 für den EHC Kloten auf der Anzeigetafel, was der prächtigen Stimmung auf den Rängen - auch bei den Frankfurt-Fans - keinen Abbruch tat. Insgesamt wirkte dieses Turnier wie ein großes Familienfest. Wohlfühl-Klima inklusive.
Wer also nächsten Sommer seinen Urlaub in der traumhaften Region Südtirols plant und dennoch nicht auf Eishockey verzichten möchte, für den ist der Dolomitencup genau das Richtige! Wir vom Eisblog werden auf jeden Fall wieder vor Ort sein und vom traditionsreichen Turnier in den Südtiroler Alpen berichten.
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Max Ostermaier





