Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Was macht man um 04:37 Uhr, wenn die Hündin (Carly, liebe Grüße darf ich ausrichten!) wegen Magenbeschwerden nicht schläft? Na klar! Man setzt sich an einen Blog.

(Foto: City-Press)
Okay, bleiben wir ehrlich: Dieser Blog war schon länger geplant und hätte auch später am Tag noch umgesetzt werden können. Aber selbstverständlich musste ich euch mein/ihr Leid klagen. Diese Zeilen sind der Auftakt in eine neue Rubrik beim Eisblog: die Kolumne zur PENNY DEL! *Magengrummel*
Zu früh und zu spät! Dieses Paradoxon schaffte Red Bull München vergangene Woche. Die Freistellung Toni Söderholms beendet ein Kapitel, das irgendwie nie so richtig anlaufen wollte – und trotzdem ist der Zeitpunkt nun zu früh. Und zu spät. Bereits im Sommer hätte man die Reisleine ziehen können, anstatt sich in Durchhalte- und Vertrauens-Parolen zu flüchten. Aber jetzt – nach 13 Punkten aus den ersten sieben Spielen – und darunter vier regulären Siegen zum Start in die Saison fühlt sich diese Entlassung irgendwie unfair an. Söderholm hat 2024/25 keine faire Chance bekommen.
Vorbildfunktion! Ich bin eigentlich kein Fan davon, dieses Argument zu bringen. Mathew Bodie lässt mir nach der Spuck-Attacke gegen Luis Schinko aber keine andere Wahl. Der Kanadier ist ganze zehn Jahre älter als Schinko, müsste also deutlich besser wissen, dass als Verlierer aus einem fairen Faustkampf zu gehen, kein Grund für einen solchen Kurzschluss sein darf. Was soll das bitte den Nachwuchsspielern vor den TV-Geräten mitgeben? „Wenn du mit den Fäusten nicht weiterkommst, regle es so?“. Bitte nicht. Sperre gerechtfertigt – und da bringt auch der Vergleich mit milderen Strafen für Bandenchecks mit Verletzungsfolge aus der Vergangenheit nichts. Die Fehler mögen damals gemacht worden sein, aber diese Sperre ist alternativlos.
Magengrummeln! Nein, nicht Carly ist gemeint. Also auch. Aber tut nichts zur Sache. Vielmehr bereiten mir die Nürnberg Ice Tigers ein Unwohlsein in der Magenregion. Nachdem Mitch O´Keefe (ungewollterweise!!!) von uns mit dem Eisblog-Fluch des „Trainer des Monats“ belegt wurde, gab es zuletzt fünf Niederlagen in Folge. Das Problem der Ice Tigers: Also zuletzt irgendwie alles, aber vor allem die defensive Stabilität mit nie weniger als vier Gegentreffern. Der Turnaround muss her – und zwar schnell. Am besten am Freitag gegen Ingolstadt. So unwahrscheinlich es ob der jüngeren Vergangenheit auch scheinen mag.
Geht doch! Zur schwierigen Nürnberger Situation kommt hinzu, dass die vorherigen Sorgenkinder Iserlohn und Düsseldorf auf einmal richtig schönes Eishockey spielen. Vor allem die DEG hat mich am Wochenende bei Fünf-gegen-fünf wirklich beeindruckt. Wenn da die Special Teams noch zünden, kann der Plan von Niki Mondt aufgehen – aber gemach, am Ende zählen die Ergebnisse und da war zumindest gegen Iserlohn noch Luft nach oben. Die Roosters hingegen planen schonmal die Meister-Feier 2025. Anders geht´s im Sauerland ja auch nicht. Shedden hat erstmal Panzer-Tape an seinen angesägten Stuhl angebracht und kann durchatmen. Vorerst, versteht sich.
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Simon Rentel





