Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
We back! Die PENNY DEL ist seit Dienstag wieder unser Romeo für Julia, unser Flynn Rider für Rapunzel und schlicht unser Fels in der Brandung. Von Meeting zu Meeting, von Kaffee zu Kaffe - nur mit der wunderbaren Aussicht, wieder abends ein Eishockeyspiel sehen zu können. Es ist nicht weniger als überlebenswichtig.

(Foto: City-Press)
Ehre, wem Ehre gebührt! Goldmann, Bandermann, Schwele und viele weitere mehr: Seit Jahren prägen diese Namen die TV-Landschaft im Eishockeybereich. Nun gibt es den verdienten Lohn. MagentaSport - und die durchführenden Produktionsfirmen - wurden gestern Abend für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Sportsendung" ausgezeichnet. Die Konkurrenz? Öffis und Sky. Also kaum der Rede wert. Scherz beiseite: Diese Auszeichnung ist eine großartige Wertschätzung für die Arbeit der Kollegen - und gleichzeitig natürlich auch für unseren Sport. Dass sich Eishockey gegen die Olympischen Spiele und die Fußball-Bundesliga durchsetzt, ist bahnbrechend. Herzlichen Glückwunsch, Kollegen. Möge es erst der Anfang einer langen medialen Eishockey-Erfolgsgeschichte sein.
Alles gut! Wisst ihr, was ich an Jake Hildebrand liebe? Diese Surferboy-Attitude. Der Haarschnitt passt perfekt ins Bild und auf dem Eis zeigt er das mit dieser lockeren Art, sich in den Unterbrechungen an der Latte abzustützen. Ich meine, schaut euch nur mal das Blogbild an. Jake Hildebrand ist cool. Und das zeigt er. Locker, selbstsicher, vom Sieg überzeugt. Genau deshalb passt er auch perfekt nach Berlin. Nach durchwachsenen CHL-Auftritten ist der Deutsche Meister - und auch ihr Goalie - zum Saisonstart wieder voll da. Das ist eine besondere Qualität. Dennoch: Dresden zeigte, dass die Eisbären verwundbar wären. Nutzt der Aufsteiger seine Chancen in Drittel eins besser, wird der zu erklimmende Hügel für die Eisbären größer. Irgendwie ist genau das aber dann eben auch der Unterschied. Wann immer es eng wird, hatte man das Gefühl, dass Berlin noch einen Extragang finden kann - und genau deshalb war es für Dresden ein eigentlich unlösbares Auftaktspiel. Was mir Positiv gefiel, war dennoch der Kampfgeist und auch Gameplan. Vor dem Tor enger gestaffelt als ein Känguru-Baby im Täschchen der Mutter und im Konterspiel durchaus mit gefährlichen Ansätzen. Wer meint, Dresden hätte es mutiger angehen müssen, darf nicht vergessen: Es war das maximal schwerste Spiel, das in dieser Phase der Saison geben kann. Auswärts beim amtierenden Deutschen Meister. Dafür war es doch ganz ordentlich.
Wacht auf! Ich nehme euch mal in meinen gestrigen Abend mit. Abendessen, Runde mit dem Hund, Eisblog-Content-Zoom und dann: Zweite Halbzeit der deutschen Basketballer im EM-Halbfinale. Die Folge des Abends sind 0,5kg mehr auf der Waage, ein gutes Gefühl was unsere Inhalte für die kommende Saison angeht und vor allem: abgekaute Fingernägel. Die Basketballer lieferten sich gestern wieder einen absoluten Krimi gegen Slowenien. Auf das Sportliche möchte ich aber gar nicht so sehr eingehen, dafür fehlt mir die Expertise. Worauf ich hinaus will ist, dass ich an solchen Abenden merke, wie glücklich wir uns alle schätzen können, dass wir Eishockey entdeckt haben. Diese actiongetriebenen Hallensportarten - Eishockey, Basketball, Handball, von mir aus auch Tischtennis - sind um so viel spannender als "König Fußball". Versteht mich nicht falsch: Auch ich sitze Samstag-Nachmittag gerne vor Sky und schaue mir Union gegen Heidenheim in der Konferenz an. Aber dieses Adrenalin, dieses Mitfiebern vor dem Fernseher. Das bekomme ich nur bei besagten Sportarten, in denen auch wirklich minütlich - ja eigentlich sekündlich - etwas anderes passiert als Querpässe. Respekt an das DBB-Team. Irgendwann kommt auch der Rest Sport-Deutschlands noch auf den Geschmack.
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Simon Rentel





