Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Grüße aus der Vergangenheit! Hier ist Simon, der Simon am Mittwoch um ca. 12 Uhr. Normalerweise kommt die Kolumne Donnerstags relativ "live" online. Ein Kurztrip verhindert genau das diese Woche, deshalb an dieser Stelle schonmal die Entschuldigung, falls ich den neuesten Trainer-Rauswurf, die brandaktuelle Neuverpflichtung oder die Oberkörperverletzung eures Tospcorers nicht mit drin habe. Nächste Woche dann wieder alles geregelt!

(Foto: City-Press)
Ambitionen! Die meinen es echt ernst! Straubing verpflichtet mit Ryan Merkley einen neuen Offensiv-Verteidiger und setzt damit das nächste Ausrufezeichen Richtung - Achtung - Titelambitionen. Die Tigers liegen aktuell ACHT Punkte vor dem Zweiten (keine Ahnung, wann das passiert ist) und geben sich trotzdem nicht final zufrieden mit ihrem Kader. Das, meine lieben Eisis, ist der Inbegriff von Weiterentwicklung. Mit Merkley bekommen die Niederbayern einen 25-jährigen Rechtsschützen, der vor sieben Jahren noch ein Erstrundenpick in der NHL war. Für Nordamerikas Elite reichte es bislang nicht, aber das dachte man bei Nick Mattinen ja auch. Merkley war in der KHL ein sehr brauchbarer Verteidiger und wird in Straubing die Rolle übernehmen können, die man Zac Leslie nach seiner bockstarken Vorbereitung eigentlich zutraute. Obacht, Konkurrenz!
Planungs-Adler! Mitten in die schwierigste Phase der bisherigen Saison veröffentlichten die Adler Mannheim die Vertragsverlängerungen von Tom Kühnhackl, Maximilian Heim, Matthias Plachta und Hayden Shaw. Wir geben den Adlern mal den "Benefit of the Doubt" und glauben, dass wirklich alle dieser vier Verträge im Sommer ausgelaufen werden und es nicht nur ein kommunikatives Mittel war, um Mehrjahresverträge mehrfach feiern zu können. Also ab in die Prüfung: Was haben diese Jungs gemacht, um die Verträge zu verdienen? Bei drei davon reicht die Kurzform: Kühnhackl ist einer der besten Unterzahl-Spieler der Liga, Heim ist die nächsten Entwicklungsschritte gegangen und Shaw mit deutschem Pass variabel offensiv und defensiv einsetzbar. Bei Plachta wird der Fall etwas komplizierter. Der Stürmer war einer der Anführer der letzten Jahre, kommt diese Saison aber noch nicht in seinen gewohnten Torinstinkt. Trotzdem: Nach den teils unrühmlichen Abgängen von Reul und Wolf setzen die Adler damit ein wichtiges frühes Zeichen, dass Vereinsikonen auch in vergleichsweise schwächeren Zeiten der Rücken gestärkt wird. Gut so.
Wer ist ernst zu nehmen? Okay okay, wir haben ja schon geklärt, dass Straubing vorneweg marschiert. Ob das so bleibt, wird die Zukunft bleiben, vorher müssen wir aber mal die Frage klären, wer denn der stärkste Verfolger ist? Ingolstadt und München trennen auf den Rängen zwei und sieben nur fünf Punkte. Mit einem guten Wochenende können im oberen Mittelfeld große Schritte gegangen werden. Doch wer hat das Zeug dazu? Ingolstadt ist bei sechs Siegen in Folge aktuell der logischste Kandidat. Auch die Panther haben aber hin und wieder über die Saison hinweg mit Formschwankungen zu kämpfen und weiterhin die CHL-Doppelbelastung. Mannheim, Köln, Berlin, München und Bremerhaven sind allesamt bisher nicht stabil genug um ganz oben angreifen zu können - aus den verschiedensten Gründen. Müsste ich aktuell Geld setzen, läge es wohl auf Bremerhaven. Vergangenheits-Simon geht davon aus, dass sie gestern aus der CHL ausgeschieden sind und dadurch die Konzentration auf die Liga legen können. Dazu kommt mit Hudacek ein neues Ass. Die Pinguins könnten die Kostanz für Rang zwei (oder drei) hinbekommen.
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Simon Rentel





