Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Zeit für Ehrlichkeit. Die Kolumne am 24.12. habe ich übersprungen. Ehrlicherweise: einfach keine Motivation. Es war ein langes Jahr, es war ein geiles Jahr. Mit Höhen und Tiefen. Das gilt nicht nur für den Eisblog sondern auch für die PENNY DEL. Glücklicherweise überwiegen die Höhen. Und genau deshalb kann ich 2026 kaum erwarten und schreibe diese Kolumne bereits am Silvesterabend während draußen die ersten Feuerwerke losgehen.

(Foto: City-Press)
Immer dabei! Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der eher nach vorne als zurück blickt. Man kann es ja eh nicht mehr ändern. Eine Sache zwingt mich aber immer wieder, auch in den Rückspiegel zu blicken. An meinem linken Handgelenk ist seit der Trauerfeier ein rotes Armband. "Viva La Vida" steht darauf geschrieben. Es fühlt sich an als wäre es ewig her, und auch erst gestern passiert. Komisches Gefühl. Aber ja: Es war 2025 in dem Tobi Eder uns verlassen musste. Nach einem großen Kampf, nach einem intensiven, aber viel zu kurzen Leben. Ziemlich genau elf Monate später ist das Armband etwas verblasst, Tobi aber auch in keiner Sekunde vergessen. "Viva La Vida" ist die Überschrift für das Jahr 2025. Danke, Tobi, dass du uns daran erinnert hast, was es bedeutet, das Leben zu genießen solange es möglich ist. Die Meisterschaft der Eisbären Berlin wird wohl für alle Zeiten die emotionalste der PENNY DEL-Geschichte bleiben.
Blick nach vorne! Harter Cut - anders geht's nicht. Am heutigen Abend verkündete Team Kanada sein Aufgebot für die Olympischen Spiele, die in NICHT EINMAL SECHS WOCHEN STARTEN. Unfassbar. Das sportlich wohl größte Eishockeyfest der Geschichte bringt Aufgebote der Extraklasse nach Mailand. Auch wir warten natürlich gebannt auf das deutsche Aufgebot. Die Verkündigung dürfte eher eine Sache von Tagen als von Wochen sein. Bleibt also die große Frage: Welche PENNY DEL-Spieler haben sich in den letzten Wochen in den Vordergrund gespielt? 14 Stürmer, acht Verteidiger und drei Goalies dürften bereits einen Anruf von Harold Kreis bekommen haben. Gesetzt sind dabei die sechs NHL-Spieler, sowie Szuber, Reichel, Samanski und Stachowiak sein. Möglicherweise auch Tiefensee, wobei hier das größte Fragezeichen steht. Bleiben nur sieben Sturmplätze übrig. Das ist verdammt wenig - gerade wenn man bedenkt, dass die Nordamerika-Jungs - bis auf Sturm - doch eher offensive Stärken haben. Wie viel Platz ist also noch für die Pföderls, Fischbuchs, Bokks oder Schützes? Geht es vielleicht eher in die Richtung Two-Way-Stürmer mit Michaelis, Tuomie, Ehl & Co.? Die nächsten Tage werden es zeigen. Schlagkräftig wird's auf jeden Fall.
Weichen gestellt? War´s das schon? Haben die Eislöwen alle Chancen für 2026 bereits in 2025 verspielt? Nach der Niederlage in Frankfurt sind es 13 Punkte Rückstand auf ebenjene Löwen. Was wir nicht vergessen dürfen: Vom 28. Januar bis 24. Februar wird kein PENNY DEL-Eishockey gespielt. Davor stehen noch neun Spiele für die Eislöwen an, danach nur noch acht. Es gilt also, vor der Pause noch in irgendeiner Form dranzubleiben, die noch Hoffnung für danach zulässt. Gerry Fleming stabilisierte das Team. Seit seiner Übernahme ist Dresden Elfter in der Tabelle. Dahinter: Frankfurt, Augsburg und Schwenningen. Doch es reicht bislang einfach nicht. Es ist besser, aber nicht gut genug. Ich persönlich wünsche mir nochmal Spannung im Keller und möchte nicht bereits in der langen Februar-Pause die Abstiegsgrafik für die Eislöwen vorbereiten. Neues Jahr, neues Glück!
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Simon Rentel





