Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL

Here we go again! Die letzte PENNY DEL-Woche ist gerade so verarbeitet und schon geht´s weiter. Heute stehen die nächsten beiden Spiele auf dem Programm.

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(Foto: City-Press)

Köpft mich! Es ist Donnerstag! Es ist Spieltag! Und ich sag´s euch ganz ehrlich und mit der Gefahr, unbeliebt zu werden (oder es zu bleiben – je nach eurem Gusto): Gut so! Was freue ich mich auf den heutigen Eishockeyabend mit einer fast exklusiv möglichen Betrachtung des Topspiels in Ingolstadt und des – vor allem für die DEG – richtungsweisenden Spiels gegen Augsburg. Ich liebe die Konferenz am Freitagabend, den langen Eishockey-Sonntag mit Spielen von 14 bis 22 Uhr. Aber: Nichts ermöglicht mir als Journalist, der über 28 Standorte regelmäßig berichten soll, einen so detaillierten Einblick in den Zustand eines Teams als diese Donnerstagsspiele. Ich verstehe den Unmut der Fans gegenüber diesen Spielansetzungen durchaus – aber kommt schon. Hat doch auch etwas Positives! 

Kopf hoch! Richtet eure Mähnen, Düsseldorf und Frankfurt! Wir reden von den beiden formschwächsten Teams der Liga (honorable mention: Nürnberg), die langsam, aber sicher die Krallen wieder wetzen und vor allem einsetzen sollten. Klar, auf dem Papier ist Frankfurt vermeintlich eher in der Lage, das Blatt zu wenden – aber gerade die Defensive macht vor den kommenden Aufgaben Sorgen. McNeill ist noch gesperrt, nun fällt auch noch Lauridsen aus. Rowe muss zaubern – aber das kann er. Die DEG hingegen bewirbt sich (leider) schon früh in der Saison für den Podcast-Nebensatz „wir haben´s euch doch gesagt“, der dann sowieso bevor er ausgesprochen ist wieder gestrichen wird, weil man auf am Boden liegende ja nicht eintritt. Deshalb schon jetzt und mit der Gefahr versehen, dass es zu früh ist: Wir haben´s euch doch gesagt. Die Kader-Qualität reicht nicht – übrigens auch nicht bei den hoch angepriesenen starken Bullyspielern. Dort rangiert die DEG mit 43,6% „Erfolgs“quote auf dem letzten Platz. Dreier müssen her!

Alles alt! Während mein geschätzter Kollege Erik in der DEL2-Kolumne von der Macht der Neuverpflichtungen berichten könnte, ist es für mich an der Zeit zu sagen: Uff, die PENNY DEL braucht wohl doch Eingewöhnungszeit. Unter den besten zehn Scorern hat nur ein Einziger letzte Saison noch nicht in Deutschlands höchster Liga gespielt – und ausgerechnet der steht ganz oben (Gabriel Fontaine). Ansonsten finden sich die gewohnten Jungs wie Ronning, MacLeod oder Machacek in der Liste. Ist die Liga in ihrer Qualität also stagniert? Würde ich so nicht unterschreiben. Jungs wie Alex Breton, Jeremy McKenna oder auch Kristian Reichel heben das Niveau eher nochmal an. Gerade Letzterer gefällt mir unfassbar gut, nimmt auch wichtige Rollen in Über- und Unterzahl ein. Klar: Ein Tor in zehn Spielen ist mäßig – das wird sich aber ändern! 

Hot Take! Die Saison der Straubing Tigers ist bislang vergleichbar mit dem letzten Schluck der Maß auf dem Gäubodenfest: deutlich unter den Erwartungen – vielleicht auch etwas „lack“. Nun stehen vor der nächsten CHL-Pause nochmal richtungsweisende Spiele gegen Frankfurt, Iserlohn, Nürnberg (2x) und Düsseldorf an. Da muss doch etwas drin sein und ich bin mir trotz aller Treue-Bekenntnisse auch sicher, dass diese Partien für die Zukunft Tom Pokels von entscheidender Bedeutung sein werden. Ich sage: Pokel wendet das Schiff, die Tigers werden vom lacken Getränk zur wohlschmeckenden Goaßmaß und holen aus besagten fünf Partien mindestens elf Punkte. Prost!

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Simon Rentel