Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Wellness-Woche! Woop, woop. Leon Gawanke zeigt sich bei Instagram auf Fuerteventura, viele Spieler aus Bayern wählen ihre einfach mit dem Auto zu erreichende Klassiker wie Innsbruck, Salzburg oder – je nach Geldbeutel – eben doch Kitzbühel. Die Teams der PENNY DEL haben diese Woche eine Pause, was für die Spieler meist ein paar trainingsfreie Tage bedeutet. Also: Nochmal durchschnaufen vor der finalen Prüfungsphase, denn die Lehrer stehen mit ihren gnadenlosen Bewertungen schon vor der Tür.

(Foto: City-Press)
ENDLICH MAL EINE VIER! Keine Ahnung, wie es euch früher in der Schule ging. Ich war eher unterdurchschnittlich unterwegs. Lustigerweise sogar mal mit einer 6 in „Sprache“ in der beliebten Deutsch-Schulaufgabe „Textgebundener Aufsatz“. Jetzt lebe ich vom Journalismus. Liebe Grüße an meine damalige Lehrerin an der Stelle! Um mich soll es aber nicht gehen, reden wir viel lieber über die Augsburger Panther. Die waren in der bisherigen Saison nämlich ein ähnlicher 6er-Schüler wie ich, hätten „nämlich“ vermutlich auch mit „h“ geschrieben. Nun aber scheint der nicht für möglich gehaltene Turnaround doch noch zu kommen: Drei Siege in Folge, dabei vor allem offensiv mit der puren Überzeugung in die eigene Stärke. Die ursprünglich geplante und zwischenzeitliche pausierte Anfertigung der Bronze-Statue für Larry Mitchell vor dem Curt-Frenzel-Stadion kann langsam wieder begonnen werden. Auf einmal ist der AEV punktgleich mit Roosters, die mir immer noch Sorgen machen, und nur einen Zähler hinter der DEG, die ob zwei Spielen weniger aber die beste Ausgangssituation im Keller hat. Wir bekommen doch nochmal Spannung – und das ist gut so. Ich blocke mir am 07. März dann mal eine Fahrt nach Iserlohn im Kalender.
Es liegt am Lehrer! Nein nein, wir Schüler sind nicht faul. Wir haben nur schlechte Lehrer! Was wie eine an den Haaren herbeigezogene Ausrede klingt, dürfte in manchen Fällen der Wahrheit entsprechen. Auch wenn ich Max Kaltenhauser und Toni Söderholm nicht als schlechte Übungsleiter bezeichnen möchte, sind sie nun mal kein Kaliber Don Jackson. Niemand ist das. Außer vielleicht Serge Aubin. Die Red Bulls sind in fünf Spielen unter dem Grandseigneur der PENNY DEL-Trainer noch ungeschlagen und können auf einmal wieder verteidigen. Nur sieben Gegentore musste München schlucken und beeindruckt von Niederberger bis DeSousa endlich wieder mit Selbstvertrauen. Wir sehen nun Red Bulls, wie man sie sich im Winklerschen Notizbuch sicher seit Beginn der SAP-Garden-Ära gewünscht hätte. Ich spreche an dieser Stelle aus, was sich Erik (und ich) bisher noch nicht getraut haben: München ist nun ein ernstzunehmender Meisterschafts-Favorit. Im Hintergrund darf die Trainersuche für kommende Saison dennoch nicht stillstehen. Ist es ein Sulzer? Ein Walker? Oder – meine bevorzugte Lösung – ein Coach mit viel Erfahrung, der den Laden zusammenhält? Also... ein Pokel? Die Zwischenzeugnisse werden es im Sommer zeigen. Aber lasst endlich mal Nachhilfelehrer Jackson in die wohlverdiente Rente gehen.
Frühzeitiger Kurswechsel! Es ist die schwere Entscheidung, die man in der vierten Klasse treffen muss: Wohin mit dem Kind? Reicht es für das Gymnasium oder ist der Weg über die Realschule vielleicht für alle Beteiligten der kraftsparendere? Ähnlich dürfte es Gaby Sennbogen und ihren Kollegen aus der Tigers-Chefetage vor wenigen Tagen gegangen sein. Die Trennung von Tom Pokel im Sommer schien wahrscheinlich – doch muss die Reißleine jetzt schon gezogen werden? Straubing liegt auf Rang acht, hat aber nur noch zwei Punkte Vorsprung vor Rang elf. Geht es nach unserer Community, ist die Trennung eine klare Fehlentscheidung. Auch ich sage: Der verdiente Coach hätte zumindest bis Sommer die Chance bekommen müssen, das Ruder rumzureißen. Was wir aber auch nicht vergessen dürfen, ist, dass hinter den Kulissen mehr Fakten bewertet werden müssen als wir von außen erahnen können. Es ist ein Geschäft mit vielen Individuen, die alle eine eigene Meinung und Wünsche haben. So lasst uns die Entscheidung respektieren und warten, was Craig Woodcroft aus der Mannschaft zaubern kann. Leicht wird´s nicht, Tom Pokels Fußstapfen zu befüllen, der die Abschlussnote 1+ für seine Tigers-Ära erhält.
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Simon Rentel





