Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL

Was ist eigentlich die geilste Zeit im Jahr? Die Antwort liegt uns allen kürzer auf der Zunge als ein Schoko-Bon: Playoffs. Aber wisst ihr auch wieso? Ich persönlich liebe es, mit dem T-Shirt Richtung Stadion zu tingeln, nur um mich dort mit Tausenden anderen Fans im Stadion zu tummeln. Kalt wird´s nicht, sind ja genug Emotionen dabei. Das Einzige, was zumindest in der PENNY DEL fehlt, sind die Playdowns. Das ist aber irgendwie auch eine gute Nachricht für den allgemeinen Blutdruck im bayerischen Schwaben und Rheinland.

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(Foto: City-Press)

Sinnfrage! Mal ehrlich: Warum spielen wir eigentlich keine Playdowns in der PENNY DEL? Gibt es neben meinem vorgeschobenen oben beschriebenen Naja-Grund einen echten, handfesten Grund? Mehr Zuschauereinnahmen, Angleichung der deutschen Ligen, hohe Reichweiten durch Emotionalität – das muss doch eigentlich wirklich jedem gefallen, oder? Von Magenta Sport bis Gernot Tripcke. Die sich dadurch um ein paar Wochen verlängernden Spielverträge dürften durch erhöhte Sponsoring- und Ticketeinnahmen auch aufgefangen werden können. Sehe ich dann Spiele wie das gestrige, in denen neben einem gefühlten „Null-Bock-Interview“ von DEG-Geschäftsführer Harald Wirtz, vor allem eine unbändige Portion an Emotionen durch das CFS schwappte, wünsche ich mir Playdowns sehnlicher denn je. Man stelle sich sieben solcher Spiele vor – nicht „nur“ eines. Lassen wir meinen Wunschzettel aber mal kurz außen vor und blicken auf´s Sportliche: Augsburg mit einer absoluten Willensleistung angetrieben von den jungen Elias und Tosto. Geil. Allen dieser Satz zeigt, warum der AEV auch zukünftig einen Mehrwert für die PENNY DEL darstellen würde. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ein Abstieg vermutlich kaum einen Standort so extrem treffen würde, wie Düsseldorf. Laut Wirtz gilt keiner der Verträge für die DEL2. Dazu ein riesiges Stadion und einem schon im DEL-Keller schwindenden Zuschauer-Zuspruch. Ein Krefeld 2.0 mit DEL2-Zuschauerrekorden sind schwer vorstellbar. Die DEG wäre in der DEL2 zumindest mal in Jahr eins nur Mittelmaß. Also besser vorab ein paar Objekte von der Königsallee Richtung Sauerland schicken. 

Erste Klarheit! Bremerhaven vs. Köln und Mannheim vs. München. Das sind unsere beiden bereits feststehenden Viertelfinals – Heimrecht zumindest bei Letzterem noch offen. Wir haben also einmal die Defensivkünstler aus Bremerhaven, die gegen ein Team mit finnischem Coach antreten. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass Kari Jalonen zu den Playoffs nochmal eine Extraschicht Zement vor Ancicka und Co. findet. Dennoch: Bremerhaven ist favorisiert und hat gute Karten auf eine erneute Halbfinal-Teilnahme. Schwerer fällt da die Prognose im „Klassiker“ zwischen Mannheim und München. Beide Teams hatten in der laufenden Saison mit mehr Aufs und Abs zu kämpfen als die Frisur von Donald Trump beim schwingenden Schritt durch das anzuglose Oval Office. Jackson vs. Eakins versprüht etwas NHL-Vibes in den SAP-Häusern der Eishockey-Republik. Bevor mir jetzt jemand damit kommt, dass in so einer engen Serie das Heimrecht entscheidend sein könnte: Vollkommen wurscht. Wird knapp. Egal ob in der Arena oder im Garden. 

Ist ja gut! Ja! Mein Gott! Ihr bekommt Prognosen. Wollte mich drum herumwinden, aber here you go. Kurz und schmerzlos:

Bremerhaven in 5

... ahh ist das hart ... Mannheim in 7

Meister: Berlin

Überraschungs-Halbfinalist: Schwenningen 
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Simon Rentel