Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Viertelfinale in der PENNY DEL! Lesen Sie hier die neuesten Wettexperten unserer ausgewählten Experten aus Nordamerika und Zentralafrika! Spaß beiseite, wir geben natürlich keine Wettberatung oder -empfehlung – gleichzeitig ist der heutige Freitag der optimale Zeitpunkt mal auf Stärken und Schwächen der jeweiligen Viertelfinalisten zu blicken. Die Kolumne heute mal etwas anders.

(Foto: City-Press)
Die Überflieger! Der ERC Ingolstadt spielte eine Hauptrunde der Extraklasse. Hier ein Rekord, dort ein Award – auf die Fans wie pures MDMA wirkend. Diese Vorfreude gilt es auch nach fast zweiwöchiger Pause nun zu katalysieren. Das Potenzial ist da – gleichzeitig ist man sich in Ingolstadt einig, dass auch eine Nicht-Meisterschaft nicht zu Aufständen vor den Zentralen von MediaMarkt und Audi führen würde.
Die Frechen! Nürnberg im Viertelfinale! Wer hätte das gedacht? Wir nicht – so ehrlich müssen wir sein. Im Podcast tippten wir die Ice Tigers vor der Saison auf die Ränge 12 und... 14 – uff. Die Wundertüten-Kontis McKenna, Headrick oder Graber schlugen ein wie die vierte Goaßmass am Volksfest. Nürnberg und Ingolstadt werden sich eine Serie auf dem allerhöchsten schlittschuhläuferischen PENNY DEL-Niveau liefern. Tempo pur, am Ende tippe ich aber dennoch auf Ingolstadt in sechs oder sieben.
Die Favoriten! Trotz sechs Punkten Rückstand auf Ingolstadt und „nur“ Tabellenplatz zwei gehen die Eisbären Berlin mit den geringsten Wettquoten und damit vermeintlich höchsten Chancen in die Playoffs. Gefühlt das einzige Fragezeichen: die Goalies. Hildebrand ist nicht in Meister-Form, Jonas Stettmer muss die Playoff-Qualitäten auf höchstem Niveau noch beweisen. Lasst euch aber eins gesagt haben: Der Junge hat Eie... Nerven aus Stahl und sollte die Nummer-eins-Rolle bekommen!
Die Formstarken! In der „Woodcroft-Tabelle“ ist Straubing Fünfter, fegte in der Folge sehr überzeugend auch über die Löwen Frankfurt. Der neue Tigers-Dompteur hatte eine schwere Aufgabe, absolviert diese bislang mit Bravour. Unter Woodcroft steht Straubing bei 36% Powerplay und 82% Unterzahl. Das kann auch Berlin gefährlich werden. Am Ende setzt sich aber wohl auch hier die Qualität durch. Mein Tipp: Berlin in fünf, Straubing mit einem neuen Angriff 25/26!
Die Bodenständigen! Nach außen hat in Bremerhaven Keiner Druck. Das Team wird geliebt – unabhängig von Final-Run oder Viertelfinal-Ausscheiden. Eine angenehme Situation für einen „Rookie“-Trainer wie Sulzer. Klar ist aber auch: Den Herren Jeglic, Urbas und Verlic wird bewusst sein, dass ihre letzte realistische Titel-Chance altersbedingt eigentlich schon letzte Saison war. Die allerallerletzte Chance soll nun also genutzt werden – die Herren werden alles daran setzen. Und hinten drin steht ja sowieso ein Verrückter. Kleine Randnotiz: Bei den Awards habe ich ihn erstmals ohne Arbeitskleidung gesehen. UFF, ist der groß!
Die Ekligen! Bitte nicht aus dem Kontext reißen. Ich gehe davon aus, dass die Kölner Haie mit körperlicher Präsenz agieren werden und so Bremerhaven in Schach halten wollen. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass Jalonen in den Playoffs nochmal eine extra Schicht Beton in die Domstadt-Defensive bringen kann. Zu hart sollte die Spielweise aber nicht werden – dafür ist das PPP (Pinguins-Powerplay) schlicht zu stark. Hier sehe ich die Gefahr und tippe auf Bremerhaven in sechs in einer Low-Scoring-Serie.
Die Analytiker! Auf der Bank einen Knopf im Ohr, im Interview mit stoischem Gesicht. Dallas Eakins ist zumindest nach außen der Inbegriff einer menschlichen Statue. Diese gefühlte Emotionslosigkeit kann zu Ruhe im hektischen Playoff-Alltag führen, aber auch zum fehlenden Funken. Ich persönlich bin ein Fan davon, wenn Coaches an der Spielerbank nicht rumhampeln wir Figuren in der Puppenkiste. Die Erfolge von Jackson, Aubin und Co. geben mir recht. Mannheim hat das größte Potential aller Playoff-Teams. Wird es ausgeschöpft?
Die Weisen! Sind wir mal ehrlich: In München hängen alle Hoffnungen an einem 68-jährigen (eigentlichen) Trainer-Rentner. Bitte nicht im geringsten Sinne despektierlich aufnehmen, Don Jackson ist ein echter Magier an der Bande. Ob er das richtige Rezept hat um die – vor allem auf den Kontistellen – spärlich besetzte Münchner Qualität gegen das Adler-Star-Esemble zum Erfolg zu führen, bleibt abzuwarten. Wir sind uns vermutlich einig, dass es eine lange Serie wird. Wer sich schlussendlich durchsetzt, ist reines Würfeln. Damit kennen sich andere besser aus. Ich tippe: 51/49 pro Mannheim.
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Simon Rentel





