Fünf Minuten wegen Meinung – PENNY DEL
Kurz vor der Deutschland-Cup-Pause gibt uns die PENNY DEL mit Spielen am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag nochmal die volle Dröhnung. Da rege sich nochmal einer über erleichterte Cannabis-Gesetze auf – Eishockey ist unsere wahre Droge!

(Foto: City-Press)
Watch out! Hungerecker! Was auch ein neuer Snack im PENNY sein könnte – ich denke an irgendwas in die Richtung von Nussecken, natürlich mit Schokolade überzogen und vielleicht ein paar Smarties obendrauf (ja, ich hatte noch kein Frühstück). Äh, wartet mal. Ich bin vom Thema abgekommen. Der Satz sollte eigentlich lauten: Was auch ein neuer Snack im PENNY sein könnte, ist aktuell vor allem der Erfolgsgarant der Nürnberg Ice Tigers. Auch gestern, in der Partie in Straubing ist Hungerecker vor allem in der Anfangsphase entscheidend für den Spielverlauf. Es ist noch nicht allzu lange her, dass der 26-Jährige die Lausitzer Füchse zu Siegen fing – nun scheint der Goalie endgültig in der PENNY DEL angekommen zu sein. Und mal ehrlich: Wäre er in dieser Form nicht auch ein Kandidat für den Deutschland Cup gewesen? 97,3% Fangquote in den letzten drei Spielen!
Gibt´s doch nicht! Da war ich wieder mal zu euphorisch. Mein Hauptrunden-Sieger-Tipp aus der selbsternannten Eishockeystadt scheint auch 2024/25 nicht wirklich auf die Füße zu kommen. Die Adler Mannheim wirken auch in dieser Saison zu oft wie ein 14-Jähriger, der sich im FIFA-Karrieremodus die Finanzspritze aktiviert, dann aber trotzdem feststellen muss, dass er auf der höchsten Schwierigkeitsstufe gegen den CPU immer wieder mal verliert. Kann doch nicht wahr sein! Das erklärt auch das Kopfschütteln eines Fischbuchs oder Heims beim Sitzen auf der Strafbank. Der Auftritt in München ist über weite Strecken eines Spitzenteams nicht würdig und die Ausrede mit dem noch zu absolvierenden Nachholspiel ist damit auch dahin. Die Realität sind 13 Punkte Rückstand auf die Eisbären Berlin – nach 13 absolvierten Spielen. Uff.
Und nun? Ganz ehrlich: An das Schneckenrennen im Abstiegskampf wage ich mich noch nicht heran. Keine Ahnung, ob Düsseldorf, Iserlohn, Schwenningen oder vielleicht auch Augsburg als nächstes einbricht. Lasst uns lieber auf die Plätze zwei bis fünf schauen. Wer ist denn nun der ärgste Verfolger der Eisbären Berlin, die ganz offensichtlich ja schon wieder ihr eigenes Ding da oben machen? Fischtown vielleicht? Schon letzte Saison konnte man die Hauptstädter vor allem in der Hauptrunde ärgern, irgendwie fehlt es mir da aber noch etwas am besonderen Funken, den man letzte Saison hatte. Trotzdem respektiere ich den Start von Alex Sulzer enorm – denn das Erbe von Thomas Popiesch ist voller bestens ausgestatteter Immobilien, die es zu pflegen gilt. Ganz schön viel Arbeit! Ein etwas besseres Bauchgefühl habe ich da aktuell in Köln und München. Jalonen und Kaltenhauser scheinen ihre Teams etwas stabilisiert zu haben. Dass beide Kader das Potenzial für die Top drei haben, scheint dabei unbestritten. Nun gilt es, diese Erfolgswelle nicht abreißen zu lassen oder wie Surf-Koryphäe Kelly Slater mal sagte: „Ein Abwurf ist ein Unfall, ein zweiter ist gemein, ein dritter ist eine Beleidigung“. Ingolstadt aktuell also in der Phase „gemein“ und kurz vor „Beleidigung“. Morgen geht’s zuhause gegen Frankfurt – und mal ehrlich: Eine dritte Pleite in Folge ausgerechnet gegen schwächelnde Löwen wäre wirklich eine Beleidigung für die Kader-Qualität der Schanzer. Wo ein Wille, da eine Welle!
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Simon Rentel





