Red Bull Salute 2023, Tag 2
Rückblick: Finalspieltag beim Red Bulls Salute. Ich war gegen 10:30 Uhr das erste Mal am Stadion und da waren die Leute schon fleißig am Aufbauen. Um 13:30 Uhr habe ich mich dann im Stadion eingefunden und war bereit für das Spektakel.

EC Red Bull Salzburg vs ZSC Lions 0:1
Bei Salzburg durfte heute David Kickert zwischen den Pfosten starten und Valentin Ankirchner saß auf der Bank. Die ZSC Lions haben scheinbar den Rost vom gestrigen Spiel abgeschüttelt und starteten offensivstark in die Partie. Das erste Powerplay des Tages ging an die Mozartstädter, doch die Schweizer waren gut eingestellt und konnten die zwei Minuten schadlos überstehen. Die Züricher nutzen ihre erste Großchance. Jesper Fröden brachte die Züricher in Führung. Das war tatsächlich das ersten Mal im Turnier, dass die Schweizer nicht im Rückstand waren. Es ging weiter auf und ab im ersten Drittel des Spiels und beide Teams hatten gute Chancen auf ein Tor.
Ungefähr zur Mitte des Spiels durften die Züricher im Powerplay ran, doch nur zwei Sekunden später wurde ein Lion wegen Spielverzögerung rausgestellt, ausgerechnet dem Königs-Transfer Denis Malgin musste das passieren.
Im letzten Drittel warfen die Salzburger nochmal alles rein und versuchten die Scheibe hinter Simon Hrubec unterzubringen, aber ohne Erfolg. Kurz vor Ende holte man David Kickert auf die Bank zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers. Die Züricher konnten ihre Führung aus der 13. Spielminute über die Zeit bringen und sicherten sich Platz drei beim Turnier.
Nach dem Spiel durfte ich noch mit Peter Hochkofler über das Spiel sprechen.
Wie würden Sie das Spiel zusammenfassen, beziehungsweise das Turnier im Ganzen?
Peter Hochkofler: „Es waren zwei gute Spiele, man hatte zwei Top Gegner aus Europa, was für uns im Hinblick auf die Champions Hockey League wichtig war. Wir wissen jetzt, was wir besser machen müssen und das ist das Wichtigste.“
HIFK Helsinki vs EHC Red Bull München 4:2
Der Abend gehörte dem Finale, HIFK Helsinki gegen den EHC Red Bull München. Beim Blick auf das Lineup gab es doch die ein oder andere Überraschung. Mathias Niederberger durfte pausieren und Daniel Allavena startete für die Münchner. Die Münchner hatten auch drei weitere Ausfälle zu verkraften, Maxi Daubner (nach dem Check am Vortag nicht im Line-Up), Nico Krämmer (Unterkörperverletzung) und Dominik Bittner (krank). Klausi Heigl und Sten Fischer rutschten dafür ins Lineup. Auf Seiten der Finnen war Ex-Rooster Niko Hovinen im Tor und Ex-Adler Ilari Melart stand wieder als Kapitän der Finnen am Eis. Das Spiel begann gleich ohne gezogene Handbremse und es ging munter auf und ab. Beide Goalies zeigten von Anfang an ihre Klasse und glänzten mit Paraden. Das erste Drittel verging meiner Meinung nach super schnell, weil es ein super attraktives Spiel war. Die beiden Teams schenkten sich absolut nichts und die Checks wurden zu Ende gefahren, sodass es teilweise ganz schön rappelte.
Im zweiten Drittel sollten dann endlich die lang ersehnten Tore endlich fallen. Sten Fischer eröffnete die Partie, in der 27 Spielminute gelang ihm sein erstes Tor bei den Profis. Die Freude der Münchner hielt nicht lang an, denn die Finnen schlugen wenig später eiskalt zurück und glichen das Spiel wieder aus. Das Spiel blieb weiter hart umkämpft und man schenkte sich nichts. Die Finnen gingen dann in der 38. Spielminute durch ein Tor von Kristian Vesalainen in Führung. Im letzten Drittel ging es gewohnt aggressiv und schnell weiter und beide Teams hatten ihre Chancen. In der 50. und die 51. Spielminute ging es dann rund. Erst konnten die Finnen druch Iiro Pakarinen im Powerplay die Führung ausbauen, ehe Chris DeSousa von Patrick Hager bedient wurde und den Abstand verkürzte. Die Finnen blieben aber cool und machten 13 Sekunden später das 4:2 durch Miro Vaananen. Das sollte das letzte Tor des Abends gewesen sein, doch man muss beiden Mannschaften für ihre Leistungen Respekt zollen. Das Spiel hatte von Anfang an keinen Vorbereitungsspielcharakter!
Die Finnen feierten ihren Titel mit den mitgereisten Fans, welche das österreichische Bier scheinbar sehr schmackhaft fanden. Nach dem Spiel nahm sich Markus Eisenschmid Zeit für mich und meine Fragen.
Wie würden Sie das Spiel zusammenfassen, Herr Eisenschmid?
Markus Eisenschmid: „Das Spiel war für beide Teams ein sehr laufintensives Spiel, man hat sehr viel gearbeitet und sich nichts geschenkt. Es war bis zum Ende ein sehr enges Spiel und beide Mannschaften haben bis zum Ende gekämpft.“
Ihr hattet heute zwei neue Gesichter im Lineup: Sten Fischer und Klausi Heigl. Was war Ihr Eindruck von den zwei Jungs?
Markus Eisenschmid: „Es ist immer schwer für die jungen Spieler reinzukommen und sich an das Tempo zu gewöhnen, doch die beiden haben das super gemacht! Klausi (Heigl) hat die letzten paar Spiele in Kaufbeuren gespielt und kommt hier rein, adaptiert das Tempo und macht einen super Job! Für uns sind die Jungs ein Teil der Mannschaft wie jeder andere auch und wir versuchen sie mitzunehmen so gut es geht. Glückwunsch zu Stens erstem Tor, das freut uns alle, dass er das gleich geschafft hat und für ihn gilt das gleiche wie für Klausi. Großes Lob an die beiden Jungs, sie haben das sehr gut gemacht und sich super eingebracht.“
Für die beiden Teams der Red Bulls beginnt auch schon diese Woche die CHL. In diesem Sinne auch gleich mal wieder eine Aufforderung von mir: Kauft euch CHL-Tickets! Die CHL ist das Geilste was es für uns gibt! Ihr könnt Teams wie Växjo oder Tampere sehen und ich muss sagen, ich habe noch nie einen Besuch bei einem CHL-Spiel bereut, allein der Austausch mit den Fans der Auswärtsmannschaft ist immer einen Besuch wert!
_
Moritz Mühlbauer





