U23 Eisblog-Stars der Hauptrunde
Seit Anfang März kämpfen die qualifizierten Teams bekanntlich um den Meistertitel. Für die restlichen Teams ging es in die Sommerpause und damit auch für einige der U23 Spieler, die wir Monat für Monat in diesem Blog etwas näher betrachten möchten.
Weil die wenigen Spiele im März jedoch nicht besonders aussagekräftig für die Leistungen unserer Youngsters sind, gibt es an dieser Stelle eine verspätete Ehrung der besten U23 Spieler der Hauptrunde.

(Foto: City-Press)
Joshua Samanski (Straubing Tigers)
Der wohl beste U23 Spieler der Liga wird mir definitiv fehlen. Denn selbst bei einem Verbleib in der PENNY DEL würde Samanski, der im März seinen 23. Geburtstag feierte, im kommenden Jahr nicht mehr unter die U23 Regel fallen.
Stattdessen wird Samanski die Chance bekommen bei den Edmonton Oilers zu beweisen, dass er die grandiosen Leistungen aus der PENNY DEL auch in der NHL abrufen kann.
Mit 14 Toren und 26 Vorlagen ist Samanski nicht nur der beste Scorer aller U23 Spieler in der PENNY DEL, sondern gleichzeitig auch der beste Scorer der Tigers vom Pulverturm. Trotz der schwierigen Saison der Straubinger hat sich der Center immer weiterentwickelt und sich als Stammspieler und Führungsspieler bei den Tigers etabliert.
Der talentierte Stürmer, der auch in den Über- und Unterzahlformationen gesetzt war, bekam durchschnittlich ca. 18 Minuten Eiszeit pro Spiel und ist sicherlich ein Kandidat für die Weltmeisterschaft im Mai 2025.
Korbinian Geibel (Eisbären Berlin)
Ein Spieler, der vor dieser Saison noch unter dem Radar der meisten deutschen Eishockeyfans geflogen sein dürfte. Obwohl Geibel nun schon seine zweite volle Saison bei den Eisbären Berlin spielte, fiel er auf Grund seiner Spielweise selten auf. Was auf den ersten Blick nicht zwingend für eine Nominierung in dieser Kategorie spricht, ist auf den zweiten Blick das vielleicht größte Kompliment für einen Defensivverteidiger. Unter dem Motto „Wer nicht auffällt, macht auch keine Fehler“ begann Geibel diese Saison und erledigte seinen Job in der Eisbären-Defensive fast fehlerlos, trotz immer wieder wechselnden Reihenpartnern.
Spätestens seit dem Jahreswechsel fiel Geibel dann aber doch des Öfteren auf. Nicht durch Fehler, sondern viel mehr durch das Einbringen in das Offensivspiel der Eisbären. Am Ende der Hauptrunde stehen beachtliche 14 Punkte aus 45 Spielen auf dem Konto des jungen Verteidigers.
Dass die Eisbären mit jungen Verteidigern umgehen können und diese auch zu entwickeln wissen, dürfte seit Kai Wissmann, Jonas Müller und Eric Mik bekannt sein. Auf dem gleichen Weg wandelt nun auch Korbinian Geibel und ich bin sicher, dass wir uns auf seine Entwicklung in den nächsten Jahren freuen dürfen.
Arno Tiefensee (Adler Mannheim)
An dieser Stelle dürften sich manche vielleicht die Augen reiben. Denn: Ja, Tiefensee zählt immer noch zu den U23 Spielern dieser Liga. Auch wenn er bereits seine dritte volle Saison für die Adler spielt und dabei den ein oder anderen Save raushaut, den manch anderer Goalie maximal in seinen Träumen macht.
Tiefensee, der bereits mit 22 Jahren die Fähigkeiten besitzt, der Nummer Eins Torhüter eines Spitzenteams in der PENNY DEL zu sein, konnte seine Statistiken im Vergleich zur bereits guten Vorsaison, nochmals steigern. Mit einer Fangquote von 91,18% liegt Tiefensee auf Platz fünf der besten Torhüter der Liga (mit mindestens zehn Spielen) und lässt große Torhüternamen wie Niederberger (90,55%) und Eriksson (90,16%) weit hinter sich. Bei Tiefensee passt aber nicht nur die Fangquote. Nur durchschnittlich 2,27 Gegentore pro Spiel sowie drei (!) Shutouts in 29 Spielen sprechen für sich.
Ob Tiefensee trotz all seiner Statistiken im nächsten Jahr um einen Stammplatz bei den Mannheimern kämpfen muss hängt auch von der wahrscheinlichen Verpflichtung von Maximilian Franzreb und dem damit verbundenen internen Konkurrenzkampf ab. Bekanntlich belebt letzterer jedoch das Geschäft und wird der langfristigen Entwicklung von Arno Tiefensee sicherlich nicht schaden. Und wer weiß – die Tür nach Nordamerika ist ja auch noch lange nicht zu.
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Tim Reindl





