What´s up, Schwenningen?
Genug gelernt, junger Padawan. Steve Walker, langjähriger Co-Trainer von Don Jackson, wird neuer Cheftrainer in Schwenningen und soll den Wild Wings den Weg in die Playoffs ebnen. Sagt gerne einfach kurz Bescheid, ob die Anspielung auf Star Wars halbwegs Sinn gemacht hat. Ihr kennt die Filmkenntnisse aus dem Podcast.

(Foto: Red Bull München - City Press)
Das Positive: Defensive!
151 Gegentore. Dieser Wert hätte im Ranking fast für einen direkten Playoff-Rang gereicht. Folgerichtig stellten die Wild Wings auch eines der besten Unterzahlspiele der Liga. Harold Kreis war ja schon immer für sein Defensiv-Bollwerk bekannt, allerdings auch für daraus resultierende offensive Schwächen.
Unwort des Jahres: Nationaltrainer!
Mitte November trennten sich Toni Söderholm und der DEB. Ab diesem Zeitpunkt gingen die Diskussionen los: Wer wird der Nachfolger? McIlvane, Popiesch oder eben doch Kreis? Jeder, der auf Letzteren getippt hatte, sollte recht behalten. Das brachte durchaus Unruhe in das Umfeld und Team. Nach der offiziellen Bekanntgabe rutschten die Wild Wings in einen Ergebnis-Negativstrudel, der die Playoff-Hoffnungen begrub.
Der Rückblick: Unzufrieden!
Ein bisschen wie wenn man sich einen Cheesburger ohne Gurke bestellt und die Gurke dann trotzdem drauf ist: schmeckt schon, aber eben nicht so gut, wie es sein könnte. Das ist der beste Vergleich, den ich für die Schwenninger Saison finden konnte. Am Ende wurde es Tabellenplatz zwölf, also wieder nichts mit der Playoff-Teilnahme – aber eben auch weit weg vom Abstieg. Die letzte Playoff-Teilnahme liegt übrigens bereits ganze fünf Jahre zurück!
Der Blick nach vorne: Walk(er) in the park?
Ganz grundsätzlich ist die Ausgangsposition ja keine schlechte bei den Wild Wings. Mit Steve Walker kommt frischer Wind an die Trainerbande und in der vergangenen Saison trennten Schwenningen nur 0,07 Pkt/Sp von der Playoff-Teilnahme. Zusätzlich wurden mit Alexander Herr (wirtschaftlich) und Stefan Wagner (sportlich) zwei neue Geschäftsführer vorgestellt, denen durchaus Qualitäten in ihren Bereichen nachgesagt werden dürfen.
Das Team 23/24: Lajunens Millionen!
Einer der besten Verteidiger der Liga verlässt die Wild Wings, weil er im Lotto gewonnen hat. Ach ne, wartet mal. Das war ja nur ein Gerücht. Ville Lajunen wird in Frankfurt aufschlagen und damit ein großes offensives Loch in der Defensive der Wild Wings hinterlassen. Finkelstein wurde von Berlin weggeschnappt, so braucht es noch einen Ersatz für die blaue Linie. Insgesamt wird es recht wenige Veränderungen geben. Neben Lajunen wurden alle echten Leistungsträger gehalten, besonders wichtig dabei natürlich die Verlängerungen der Spinks und von Eriksson. Durch die Rückholaktion von Görtz und den Transfer von Boyle sind die Wild Wings in einer guten Position.
Die Zielsetzung: Schwierig!
Wundertüte! Schaffen es Görtz und Reisnecker, die beiden bisher einzigen Sturm-Neuzugänge, die Offensive entscheidend voranzubringen? Steve Walker dürfte auf jeden Fall ein offensiveres Grundkonstrukt präsentieren als es noch unter Harold Kreis der Fall war. Schafft es der neue Headcoach, die richtige Mischung zwischen offensiver Kreativität und defensiver Stabilität zu finden, sind die Playoffs definitiv drin. Kaum ein Verein ist aber so schwer vorherzusagen, wie es die Wild Wings sind.
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Simon Rentel





