Auf der Suche nach einem Investor
Die prekäre Lage um die Bayreuth Tigers Eishockey GmbH ist in Eishockey-Deutschland bekannt. Vor rund zweieinhalb Wochen musste ein Insolvenzantrag gestellt werden, seitdem wird fieberhaft an der Zukunft des Standorts gearbeitet. Wir konnten uns exklusiv mit Insolvenzverwalter Peter Roeger, der die Tigers verwaltet und im Bereich der Investorensuche von der Unternehmensberatung Consilio Forte unterstützt wird, unterhalten.

(Foto: Tobias Neubert)
Wie groß ist die Hoffnung, die Bayreuth Tigers GmbH retten zu können?
„Wenn wir einen vernünftigen Investor finden, sehe ich die Chancen bei über 50%. Wir brauchen drei Dinge: einen Investor, das Insolvenzgericht und auch die Gläubiger.“
Wie sieht Ihr aktueller Alltag bezüglich der Bayreuth Tigers aus?
„Ich arbeite nicht alleine, wir arbeiten mit vier Leuten an der Geschichte. Einer kümmert sich rein um die Spieler und den operativen Spielbetrieb. Ich bin für die Gesamtplanung, für den Überblick und die Liquiditätsplanung zuständig. Ein weiterer Kollege erarbeitet gemeinsam mit einem Werkstudenten das Insolvenzgutachten.“
Haben Sie einen Appell an die Fans?
„Kommt zu den Spielen und unterstützt das Team in dieser verdammt harten und kräftezehrenden Phase. Die Spieler müssen derzeit an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen. Wenn sie die Spiele mit zwei Reihen absolvieren, dann sind sie natürlich blau.“
Die Bayreuth Tigers werden die Hauptrunde der Oberliga Süd aller Voraussicht nach beenden. Eine Teilnahme an der Endrunde ist aufgrund der Durchführungsbestimmungen nicht möglich. Am Ende der Hauptrunde werden die Tigers auf einen Rang außerhalb der Playoff-Plätze gesetzt. Es bleiben also sechs Heimspiele - und natürlich die Hoffnung auf einen liquiden Investor.
Kontaktdaten:
info@consilio-forte.de
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Simon Rentel





