Fünf Minuten wegen Meinung – DEL2
Damit wären auch die Spieltage 33 und 44 im Sack. Bevor ihr jetzt Schnappatmung bekommt: Nur für jeweils zwei Teams und weil sie vorgezogen wurden. Krefeld entführt zwei Punkte aus der Lausitz, Crimmitschau ackert mit einer Rumpftruppe minimal überforderte Düsseldorfer nieder.

(Foto: JMD)
PhänNEFFINomal! Was liefert der Schlussmann der Eisbären Regensburg da bitte gerade ab? Er ist am Wochenende zweimal in unserer Starting Six. Ich weiß nicht, ob wir das schon mal hatten. Ich meine, klar! Wir haben sie auch erst seit dieser Saison, aber dann lasse ich halt die fast 95% Fangquote zum Untermauern meines Punktes sprechen. Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen tragen klar die Handschrift des 25-jährigen Schlussmannes, der letzte Saison noch so weit von der Rolle des Starters entfernt war wie es eine Tafel Schokolade von gesunder Ernährung ist. Es ist mir ehrlich ein inneres Blumenpflücken dabei zuzusehen, wie immer mehr junge deutsche Goalies sich die Nummer eins Krallen - so auch Philipp Maurer bei einem der Aufstiegsfavoriten. Sind die Jungs also was für die PENNY DEL? Der Blick in die Kristallkugel klappt seit Nostradamus schon nicht mehr, ist vor allem im Irrenhaus DEL2 nicht viel wert. Fakt ist: Ich traue es ihnen zu und würde es einfach geil finden, wenn sie eine Treppe nach oben finden.
Geht dann doch! Wie sehr habe ich diesen Satz als Kind gehasst. Ich glaube, ich war einfach zu jung! Heute genieße ich das Gefühl, ihn selbst zu nutzen sehr. Also, liebe Landshuter. Geht dann doch mit ruhig arbeiten, zusammenstehen, erfolgreich sein. Uwe Krupp ist ein sicher kostspieliger, aber mindestens so effektiver Schlüssel für die Auferstehung der einst so mächtigen Dreihelmenstadt und das mündet nun am Ufer der Tabellenspitze. Ich habe dabei endlich das Gefühl, dass ich dabei einem nachhaltigen Projekt zuschaue. Beispiel gefällig? Das Tor ist mit Langmann und Dietl im Wechselspiel so aufgestellt, wie ich mir eine Idealbesetzung vorstelle. Der erfahrene Meistergoalie und sein überqualifizierter Lehrling. Das ist gegenwärtiger Erfolg, mit perspektivischer Sicherheit - so sicher es in der schnelllebigen Eishockeywelt halt geht. Dieses Prozedere zieht sich durch und bindet den herausragenden Nachwuchs wieder ein. Dass neben Lindberg, Gooch oder Immo nun auch ein Stieler, Seidl und Koskenkorva abliefern, ist der Lohn von zuletzt sehr guter Arbeit und vor allem Gelassenheit.
Vorstufe zu G.O.A.T! Die Eispiraten laden sich das zweite Jahr in Folge den Virus „Verletzungssorgen“ auf die Festplatte, was schon allein wegen des ohnehin schmalen Line-Ups wie ein Center Shock schmecken muss. Da nicht jeder Weiden sein kann, dürften das nun ein paar ganz toughe Spieltage werden. Aber es gibt auch Grund zur Freude und auf diese macht ein gold glitzernder Helm aufmerksam. Corey Mackin ist ein Ausnahmespieler, den wir auch in einer mit Topspielern gepickten DEL2 nicht alle Jahre zu sehen bekommen. Nicht vom Puck zu trennen, bindet er teilweise vier (!!!) - kein Witz, am Sonntag zweimal gesehen - Gegenspielern gleichzeitig einen Knoten in die Augen und geht dann noch als puckführender Spieler aus dem Gewusel. Für den Moment nehme ich natürlich auch den ÜBERRAGENDEN Jack Dugan wahr, vergesse einen Tobias Lindberg oder Tor Immo nicht und sehe dennoch in Corey Mackin den Mann der Stunde. Für den Moment hat er noch ausreichend Körner für zwei bis drei Runden Rodeo pro Woche, Entlastung wäre trotzdem nicht die schlechteste Idee.
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Erik Pannach





