Fünf Minuten wegen Meinung – DEL2

Heute menschelt es in der Kolumne, was der DEG und Ravensburg eine verdiente sportliche Watsche erspart. Bedankt euch bei den beiden Hauptprotagonisten der folgenden Absätze. Bei mindestens einem dürfte der Dienstweg dabei nur über den Gang sein. 

Vorlage Blogbild Kopie 1

(Foto: Michael Pointvogel)

Die den Sport vorantreiben! Geschichten erzählen! Darum geht es doch am Ende. Jede Statistik, jedes Ergebnis, jeder Winkel einer Kabine, (…) - all das erzählt am Ende eine Geschichte und umso schöner diese wird, umso mehr wollen sie hören. Wir als Eisblog wollen so viele wie möglich davon erzählen und glaubt mir, es ist gar nicht so einfach an diese heranzukommen. Für mich hat in diesem Sport vor allem das „menscheln“ besonderen Charme. Es ist nicht einfach, dieses in einer von Professionalität getriebenen Eishockeywelt aufrechtzuerhalten und es gibt Tage, an denen ich buchstäblich frustriert davon bin, wie sich beim vermeintlichen Oberziel (eigentlich) ALLER gegenseitig im Weg gestanden wird. Es freut mich außerordentlich, dass es Personen in dieser Welt gibt, die sich nicht in ihre kleinen Schachteln des erlaubten Handelns hineinzwängen lassen und diesen widme ich die heutige Kolumne! Warum? Weil es wichtig ist, dieses Handeln im Sinne der Weiterentwicklung zu würdigen.

Frieder Feldmann! Es war tatsächlich unser erster offizieller Besuch in Düsseldorf und das ist rückblickend eine Schande. Was für eine Arena, was für Menschen, was für ein Erlebnis! Im Detail seht ihr das im bald kommenden Vlog. Neben dem sehr „freshen“ Medienteam, gibt es bei der DEG ein echtes Original! Frieder Feldmann - die Legende. Ich sag’s mal ganz offen: Hätten wir mehr Frieder in diesem Sport, hätten wir herzlich wenig Konkurrenzsorgen um Basketball oder Handball. „Was kann ich für euch tun oder öffnen?“, „Macht! Macht einfach!“. Unsere Anwesenheit, wohl bemerkt inklusive Videograf, wurde zu keinem Zeitpunkt als Gefahr angesehen. Es gab keine Angst davor, was die bösen Medienleute vielleicht Geheimes zeigen könnten. Es war für Frieder ausschließlich die Chance zu zeigen, was die DEG ist, was sie ausmacht und Einblicke zu geben, die vielleicht sogar die Eisblog-Dudes noch nicht gesehen haben. Mir imponiert sein Werk sehr. Die Geschichten. die dieser Mann zu erzählen hat, was er bereits für „Schabernak“ trieb und mit welcher Einstellung er als „älteres Eisen“ durch das moderne Eishockey schreitet ist einzigartig.

Aaron Frieß! Was tun, wenn sich die Welt um einen rasant verändert und die Dinge nun etwas anders laufen, als sie es ja „schon immer taten“. Wir - der Eisblog - verfolgen das Ziel unserer Crew - das seid ihr - das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Einen echten Mehrwert. Dazu zählen vor allem die Gerüchte. Ich verstehe, dass es frustrierend sein kann, wenn du einen dicken Fisch an der Angel hast und dir der Moment der Veröffentlichung vorweggenommen wird. Doch deswegen sind WIR doch nicht die Bösen. Wir tun das, was in der höchstprofessionellen Fussballwelt zum Tagesgeschäft gehört. Es geht um Geschwindigkeit. Das ist unser JOB! Das Umdenken muss bei den Vereinen stattfinden und einer der Ersten, der das in Perfektion versteht ist Aaron Frieß von den Eispiraten. Nur selten in meinem Leben fand ich es so geil, verarscht zu werden, wie kurz nach der Verpflichtung des neuen Stürmers Trepanier. Genau das ist die Basis, auf der alle gewinnen und dieses Denken entwickelt Sympathie und Fortschritt für - wieder und wieder - unseren geliebten Sport. Chapeau, Aaron. Dass wir von der Art und Weise wie das Crimmitschauer Eishockey die Digitalisierung spielt begeistert sind, weißt du ja.
_
Erik Pannach