Fünf Minuten wegen Meinung – DEL2
Okidoki – am Wochenende betreten wir also endlich das Spielfeld „Letztes Saisonviertel“ und ich sag es ehrlich: Wird auch Zeit. Weitere vier Monate von der anhaltenden Siegesserie der Pinguine zu berichten, wird ja auch irgendwann öde.

(Foto: Michael Pointvogel)
NA UND?!
Dienstagsspieltage sind so was Komisches. Die Fans nervt es, ich erwische mich dabei, es ganz geil zu finden, unter der Woche Hockey zu haben, und dann kommen auch noch die ulkigsten Ergebnisse raus. Mhhh, „ulkig“ benutze ich auch noch nicht lang. Oh Mann – wird man wirklich irgendwann alt? Wie nervig.
Die längst taumelnden Eispiraten bleiben trotz namhafter Ausfälle – darunter nun vielleicht sogar Goldhelm Mackin – gegen die Towerstars siegreich, Bietigheim reist ohne einen Großteil der Kronjuwelen zum EVL und lässt das nicht im Geringsten auffallen. Wir dürfen natürlich nicht außen vor lassen, dass Ravensburgs Powerplay weiter so gefährlich ist wie eine Babykatzen-Attacke und Landshut die alljährlichen Wackelfesttage ausgerufen hat. Dennoch bleiben es faktisch Überraschungen – und das durch eindrucksvollen Kampf.
Spätestens mit Freiburgs Stoppschild für das Regensburger Hoch sind eigentlich schon wieder alle Überschriften mit darin enthaltenen Superlativen erlaubt. Ich hoffe ehrlich, dass ich nicht irgendwann durch diese dauernden UFFs und WOWs in Form von Spieltagen abstumpfe, denn sie machen das Leben schon ehrlich eine Idee besser.
Keine Easter Eggs?
Die Playdowns befinden sich gerade an dem gleichen Punkt, an dem ich im Kino immer auf meinen Hero-Moment warte. Mit dem Abspann springt das stets gehetzte Publikum auf, um bloß keine weiteren fünf Minuten auf dem Parkplatz zu verlieren. Ich sitze entspannt mit meinen letzten Nacho-Krümeln im Sessel, flüstere lächelnd ein „Kommt bestimmt gleich noch was“ an meine Sitznachbarn – und BAM: nichts kommt. Jetzt wisst ihr, wie sich das anfühlt.
Die Plätze 11 bis 14 haben aus in Summe zwölf letzten Spielen nur ein einziges gewinnen können. In jeder anderen Liga wäre das der Seepferdchen-Kurs in der Nordsee, während Tief „Darth Vader“ darüber wütet. Aber nicht hier! Weiden, Bad Nauheim und Freiburg dürfen tatsächlich weiter aufs rettende Ufer hoffen – was einem Fiebertraum gleichkommt.
Bei Kaufbeuren sieht das etwas anders aus. Da kann nach der nächsten beispiellosen Niederlagenserie fest mit den Gladiatorenkämpfen in den Playdowns geplant werden, was aufgrund der mittlerweile dort installierten Handicaps ein verflucht guter Vergleich ist.
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Erik Pannach





