Fünf Minuten wegen Meinung – DEL2
Heute erwischt ihr mich auf philosophischem Fuße, so suche ich in die Deutschland-Cup-Pause hinein gerade den Zusammenhang von Yin und Yang in Verbindung mit der DEL2.

(Foto: JMD)
Dazu passend nehme ich mir einige dieser entschleunigenden „Kaffeegenuss-Momente“, blicke zum Fenster in die wintertriste Welt hinaus und seufze hoffnungs- wie sorgenvoll. „Entgegengesetzt aber aufeinander bezogen“ - runtergebrochen könnte da auch ein „Das Hoch des Einen, bedingt das Tief des Anderen“ reininterpretiert werden, oder? Vielleicht wird es Zeit faktischer zu werden und ein erstes kleines „Goody“ für euch rauszuhauen. Mit den Codes AUTIO, FIESSINGER, LANGMANN oder BICK erhaltet ihr eine Steigerung von 20% auf die Siegeswahrscheinlichkeit der kommenden Spiele. Achtung, Codes wechseln wöchentlich.
Kurz vor Schande ist, dass ein Duell der Plätze eins und zwei vor mehr als 7000 Zuschauern nicht unter dem Deckmantel der PENNY DEL stattfindet. Sprechen wir von der Spitzengruppe der DEL2, wäre es sicher nicht fair, Ravensburg und Landshut unerwähnt zu lassen, sind beide aus Sicht der Punkte doch kaum einen Atemzug entfernt. Trotzdem neige ich dazu in meinem ersten Resümee der Saison einen Strich unter den Schwergewichten aus Krefeld und Kassel zu ziehen. Kassels Kader wirkt nach wie vor etwas hochwertiger bestückt, vor allem unter Berücksichtigung der immer noch nicht gezündeten Dominic Turgeon und Brandon Cutler. Die Erfolgsformel liegt im Hessenland ja aber auch nicht im Toreschießen. Vielmehr ist es der Schwierigkeitsgrad „Weltmeister“, der den Gegnern aufgrund herausragender Defensivarbeit auferlegt wird. Selbst das absolute Tore-Powerhouse aus Krefeld mühte sich im direkten Duell zu nur zwei Treffern in über 60 Minuten. Was sticht am Ende was? Ober, Unter? König, Dame? Offensive, Defensive? Vielleicht vermisst ihr in den Zeilen über die Himmelsreiter der Liga Dresden und Kaufbeuren. Während mir der sächsische Ambitionismus noch auf zu wackeligen Beinen steht, benötigt das allgäuische Gewinner-Süppchen einfach noch etwas mehr Zeit auf dem offenen Feuer.
Nicht Fisch, nicht Fleisch! Vermutlich löst ein Blick ins Geschichtsbuch den folgenden Gedanken auf und macht ein „Das weißt du nur nicht mehr, weil´s schon so lang her ist“ daraus, aber mir kommen die Ausfälle von Spielern deutlich mehr vor. Eins der Teams, was sich daraus nichts macht, sind die Lausitzer Füchse. In hoher Regelmäßigkeit werden die Punkte eingefahren, obwohl das Lazarett stärker gefüllt ist als jeder Kleinbus einer Fahrgemeinschaft von Berlin nach Hamburg. Soll heißen: ich mache mir um den Tabellennachbarn aus Regensburg deutlich mehr Sorgen und das nicht nur, weil sie eigentlich bereits im Tabellenkeller angekommen sind. Im grauen Mittelfeld befindet sich auch Freiburg und ich würde das gern positiv zur Kenntnis nehmen, leider hat sich der Maßstab nach jüngsten Aussagen der Verantwortlichen massiv geändert. Also ist der jetzige achte Tabellenplatz wohl mehr enttäuschend?! Ein gut gemeinter Appell von mir, lasst euch nicht von acht Pünktchen nach unten trügen und nehmt nach oben alles weitere als Zugabe dankend an. Das wäre gesund, das kann klappen.
Hausaufgaben bis übernächste Woche! Fast hätten die Eispiraten es nach den jüngsten Auftritten eine Etage nach oben in dieser Kolumne geschafft, leider sind sie dafür nicht fleißig genug gewesen. Die Ausfälle wiegen zu schwer, um sich weiter vor Nachverpflichtungen zu drücken und auch ausufernde Mentalausbrüche lassen die Spieler zu oft Nachsitzen! Die Saison der Selber Wölfe startete nach surreal guten Wochen erst am zehnten Spieltag und ist nun erwartet knackig – was durchaus nett ausgedrückt ist. Zwei Tore in den letzten vier Spielen, keins in den letzten beiden und nur fünf in den letzten sechs Spielen. Auch das „Win“ vorm „quist“ trägt kaum mehr etwas zu einer Verbesserung der Lage bei und so dürfte klar sein, wo angesetzt werden muss, oder? Weiden macht prinzipiell nur wenig falsch, findet sich einfach in einer starken DEL2 wieder und muss das eigene Spiel durch einen Reifeprozess führen. Es bleibt – vor allem bei Torschüssen – die Qualität-vor-Quantität-Hausaufgabe stehen. Die beste Arbeit der bedrohten Liga-Gattungen haben eindeutig die Roten Teufel gemacht und für diese kommt die Deutschland-Cup-Pause wie gerufen. Den nicht funktionierenden Trainer auszutauschen und einen starken Kanninen zu installieren waren mehr als notwendige Handlungen. Nun kam auch Taylor Vause zurück, da sind 14 Tage für eine Umsortierung und Neuausrichtung doch genau das, was es braucht.
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Erik Pannach





