Hier kommt der Sportbund!
Jetzt geht´s erst richtig los! Rosenheim ist nach dem - damals durchaus überraschenden – Abstieg 2017 zurück in der DEL2. Es ist das Ende einer langen Leidenszeit. Denn ohne der in der Spitze immer stärker werdenden Oberliga zu nahetreten zu wollen: Rosenheim gehört (mindestens) in die zweithöchste deutsche Spielklasse.

(Foto: Starbulls Rosenheim)
Habt ihr gesehen, was ich da gemacht habe? Ich war so frech und habe ein „mindestens“ in Klammern eingebaut. Es mag vermessen klingen und ist sicherlich auch verfrüht, aber es würde mich nicht wundern, wenn in irgendeiner der unteren Schubladen der Starbulls-Geschäftsstelle auch ein Plan für die Bürgschaft der DEL liegen würde. Der Standort hat den Abstiegs-Schlag ins Gesicht genutzt um sich professioneller und vor allem auch fortschrittlicher aufzustellen.
Im Sponsoring leistet man sehr gute Arbeit, auch die Öffentlichkeitsarbeit kann sich durchaus sehen lassen und wird in der DEL2 keine Anpassungsprobleme haben. Bleibt nur das Fragezeichen: Was macht man aus den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten in puncto Mannschaft? Genau darum soll sich dieser Blog drehen.
Letzte Woche war Lukas Laub im DEL2-Podcast „Herzblut Eishockey“ zu Gast. Verkneifen konnte er sich eine erste Kampfansage Richtung Konkurrenz nicht: „Wenn man mit Teamkollegen oder Trainern spricht ist schon klar, dass wir jetzt nicht in die zweite Liga kommen und sagen „wir schauen mal, wie´s läuft und hoffen“, sondern wir sind glaube ich alle ambitioniert und gut genug, um dann in der zweiten Liga erfolgreiches Eishockey zu spielen.“ Der Anspruch sei, oben mitzuspielen. Aussagen, die man zumindest öffentlich von gewöhnlichen Aufsteigern nicht hört. Aber Rosenheim eben ist kein gewöhnlicher Aufsteiger.
Es würde nicht wundern, wenn die Starbulls direkt mit einem Playoff-Etat in die DEL2 starten. Die Entscheidung ob damit Top sechs oder Top zehn gemeint ist, überlasse ich mal euch und ducke mich ganz entspannt weg. Klar ist: Egal ob Weiden, die Scorpions oder Rosenheim aufgestiegen wären – alle hätten bereits einen Kader gestellt, der mit einem zusätzlichen Kontingentspieler absolut DEL2-würdig gewesen wäre. Rosenheim hat beispielsweise in Hauner, Laub, Reiter oder Edfelder in den letzten Jahren erfahrene Jungs geholt, die sich in den oberen Ligen bereits auskennen. Wohl auch daher kommt das Selbstvertrauen.
Glaubt man nun der Gerüchteküche könnte Rosenheim einen Kader zusammenstellen, der auf dem Papier sogar um die direkten Playoffs mitspielen könnte. Dylan Wruck und Benjamin Zientek stehen ganz hoch im Kurs, Davis Vandane könnte nach wohl gescheiterten Verhandlungen mit James Bettauer die Defensive stabilisieren. Und dann stehen ja noch die deutschen Pässe für Teile der letztjährigen Kontigentspieler im Raum. Geht also alles in die richtige Richtung, auch wenn ich ein wenig warnen möchte: Die DEL2 ist kein Zuckerschlecken, auch nicht für in der jüngeren Vergangenheit sehr erfolgreiche Oberligisten.
So steht zumindest im Tor noch ein Fragezeichen. Dem Vernehmen nach geht die Tendenz Richtung Fortführung der extrem erfolgreichen Zusammenarbeit mit Tomas Pöpperle und Christopher Kolarz. Letzter wurde ebenso wie der ehemalige Teamkollege Andreas Mechel aber zumindest auch mal beim SC Riessersee gerüchtet. Ob Pöpperle mit seinen 38 Jahren nochmal DEL2-Topniveau beweist oder ob man doch in Danny aus den Birken oder Gerald Kuhn eine vermeintliche Premium-Lösung holt, scheint auch hinter den Kulissen noch nicht final entschieden.
So bleiben einige letzte Fragen offen. Eines ist aber jetzt schon klar: Rosenheim wird auch in der DEL2 Spaß machen. Komplett unabhängig von Wruck, aus den Birken oder Stretch. Einfach, weil es ein Standort ist der eben (mindestens) in die DEL2 gehört.
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Simon Rentel





