What´s up, Selb?
Die magische Zahl: 33! Ganze 33 Punkte mehr sammelten die Selber Wölfe in der Hauptrunde 2022/23 als in der vorangegangenen Saison. Oder mit anderen Worten: Mehr als doppelt so viele. Selb geht für Schritt für Schritt Richtung DEL2-Etablierung.

(Foto: Mario Wiedel)
Das Positive: Weiterentwicklung!
Im Vorspann haben wir den sportlichen Punkt dieser These weitestgehend abgedeckt. Viel größer wiegt aber die Gründung der Selber Wölfe GmbH. Der Verein wurde im April 2022 offiziell zu einem Wirtschaftsbetrieb – ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung. Das merkt man auch an vielen Aktionen rund um die Eisfläche, bei denen das Marketing- und Medienteam die Ideen nur so sprudeln lässt.
Unwort des Jahres: Hördler!
Ey, Leute. Ernsthaft. Auch unser Tag hat nur 24 Stunden. Nein, wir wissen nicht, ob Frank Hördler schon in Selb unterschrieben hat. Ja, ich weiß: Das Wort ist ein bisschen geschummelt, weil es eher die nächste als die vergangene Saison betrifft. Aber passender kann man die positive Verrücktheit der Selber Fans wohl nicht beschreiben. Das ist etwas Gutes, bewahrt euch das gerne. Zu Hördler wissen wir aber weiterhin nichts, sorry.
Der Rückblick: Passt!
Denkt dran, wo ihr herkommt, liebe Wölfe(-Fans). Man liebäugelte durchaus mit den Pre-Playoffs, verpasste das Ziel wenige Spieltage vor Ende der Hauptrunde. In die erste Playdown-Runde startete man eigentlich als Underdog, verlor man doch am letzten Spieltag das Heimrecht an die Heilbronner Falken. Mit diesen wurde aber kurzer Prozess gemacht, so ist Selb in der Abstiegsrunde wieder Täter statt Opfer. Im Sport ist das ausnahmsweise ja mal eine wünschenswerte Situation.
Der Blick nach vorne: Immer weiter!
Der Trend in Oberfranken geht nach oben. Also im Selber Teil von Oberfranken. Das gilt es nun fortzusetzen und im besten Falle noch etwas zu beschleunigen. Die GmbH ist dafür in einer guten Position, die Fanbasis entwickeln Tag für Tag mehr Euphorie für die kommende Spielzeit. Der Standort scheint zusammengewachsen zu sein – ein guter Grundstein.
Das Team 23/24: Oberliga zum Mitnehmen, bitte!
Versteht die Zwischenüberschrift nicht falsch, bitte. Wir möchten damit nicht sagen, dass der Kader der Selber Wölfe nur oberligareif ist. Doch die Neuzugänge im Kader kommen praktisch ausschließlich aus der dritten deutschen Liga. Dort hatten Donat Peter, Alex Grossrubatscher und Co. tragende Rollen, die nun auch in der DEL2 übernommen werden sollen. Das Ziel könnte sein über den beiden Playdown-Topreihen eine neue Paradeformation zu bilden, in der auch der vermeintliche Königstransfer Jordan Knackstedt einen Platz finden wird.
Die Zielsetzung: Heimrecht!
Im ersten DEL2-Jahr Letzter, im zweiten DEL2-Jahr Vorletzter. Nächstes Jahr also Zwölfter? Im Vorwerk liebäugelt man sicher erneut mit Platz zehn. Ein Ziel, das ich nicht für unerreichbar, aber für ambitioniert halte. Insgesamt hat die Liga kommendes Jahr 15 Teams. Der Oberliga-Aufsteiger dürfte wieder gut mitspielen, Bayreuth möchte erneut einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Auch Crimmitschau und Weißwasser schlafen nicht. Es dürfte einen erneuten Qualitätsanstieg geben, so wäre das Heimrecht in der ersten Playdown-Runde und ein erneuter Klassenerhalt ein Erfolg. Stück für Stück etablieren, liebe Wölfe.
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Simon Rentel





