Conference Finals Preview
Von diesem Punkt an könnte man die NHL-Playoffs auch als "Battle of the South" bezeichnen. Der am nördlichsten gelegene Teilnehmer der Conference Finals sind die Vegas Golden Knights aus der Wüste Nevadas. Ja, ich musste das googlen. Las Vegas liegt aber tatsächlich etwa einen Breitengrad nördlicher als Raleigh, dem Spielort der Hurricanes. Damit ist jedoch auch klar, dass Kanada auch 30 Jahre nach dem letzten Sieg eines kanadischen Teams keinen Stanley Cup feiern darf. Wer schafft es denn nun ins Finale? Wir versuchen uns an einer Vorhersage.

(Foto: IMAGO / USA Today Network)
Eastern Conference
Florida Panthers @ Carolina Hurricanes
Ach Panthers, was fangen wir mit euch nur an? Florida ist die größte Überraschung der Playoffs und doch kam das Weiterkommen gegen die Maple Leafs wenig überraschend. Abgesehen vom Bullypunkt und in Überzahl hatte Toronto wenig zu melden. Den Panthers gelang es, das ausbleibende Scoring ihres Starspielers Tkachuk zu kompensieren, auf der anderen Seite tauchte Matthews ab und konnte von seinen Teamkameraden nicht über Wasser gehalten werden. Im Eastern Conference Finale treffen die Panthers nun auf die Hurricanes, welche endlich mal das Finale erreichen möchten. Der größte Unterschied zwischen den Canes dieser Saison im Vergleich zu den letzten Saisons ist, dass sie das Körperspiel für sich entdeckt haben. Dies dürfte gerade in dieser Serie von großer Bedeutung sein. Wehren sich die Canes nicht gegen Gudas, Bennett & Co., dürften diese sie ähnlich zerpflücken wie mancher Hund sein Plüschspielzeug. Die Canes stellen das mit Abstand beste Unterzahlspiel und sind zugleich eines der fairsten Teams der Playoffs. Die Serie dürfte so bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis entschieden werden, für die Panthers noch eher als für die Canes! Der Kopf sagt Canes, der Bauch Panthers, daher sagen wir ganz rational:
Eisblog-Tipp: Hurricanes in sechs Spielen!
Western Conference
Dallas Stars @ Vegas Golden Knights
Um ein Haar, äh Spiel, sind wir an einem Duell zwischen den beiden neuesten Expansion-Teams im Conference Finale vorbeigeschrammt. Schuld daran sind die Stars, welche mit einem dominanten Auftritt in Spiel sieben Grubauer und die Seattle Kraken ausschalteten. Auf der anderen Seite stehen die Golden Knights, welche mit Draisaitl selbst einen deutschen Akteur (wortwörtlich) schlugen. Da wir zur anderen Serie keine Worte über die Goalies verloren haben, möchten wir dies hier doppelt nachholen. Einen wirklich Stammgoalie haben die Golden Knights in den Playoffs (noch) nicht wirklich. Brossoit absolvierte zwar die meisten Spiele, wurde jedoch während der Serie gegen die Oilers von Hill abgelöst. Da dies zum Erfolg führte, ist damit zu rechnen, dass Hill wohl auch in der Serie gegen die Stars zunächst starten wird, was er sich mit seinen letzten Leistungen auch verdient hatte. Bei den Stars scheint Jake Oettinger trotz durchwachsener Leistungen in den Playoffs das volle Vertrauen von Coach DeBoer zu haben. Dieses Vertrauen zahlte sich in Spiel sieben aus. Vor den Torhütern sehen wir in dieser Serie keine großen Vorteile für eines der Teams. Einzige Ausnahme sind die Specialteams, hier hat Dallas klare Vorteile. Die schlechten Werte des Unterzahlspiel der Golden Knights gilt es jedoch nicht überzubewerten, schließlich hießen die letzten Gegner McDavid und Draisaitl. Mit Robertson haben die Stars außerdem noch einen Trumpf in der Hinterhand. Bisher fand der Top-Torjäger der Regular Season in den Playoffs noch kaum das gegnerische Tor. Wird er in dieser Serie fündig, kann er der entscheidende Faktor werden. Wir setzen auf konstante Leistungen von Oettinger und einen aufblühenden Robertson:
Eisblog-Tipp: Stars in sieben Spielen!
_
Paul Modebach





