Doppelt hält besser

Herzlichen Glückwunsch EC Red Bull Salzburg! Den Titel habt ihr euch verdient.

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(Foto: EC Red Bull Salzburg)

Diese Playoffs fingen für die roten Bullen aus Salzburg wieder sehr gut an, man sweepte mal eben den letztjährigen Finalteilnehmer Fehérvár AV 19, welche auch noch den ein oder anderen Ex-DEL-Crack in ihren Reihen haben. Im Halbfinale gab es dann einen echten Klassiker, man spielte gegen den österreichischen Rekordmeister EC KAC (Eishockey-Club des Klagenfurter Athletiksport-Club). Auch hier kam es mir wieder ein bisschen wie ein Klassentreffen von Ex-DEL-Spielern vor, es trafen sich aufseiten der Red Bulls Andrew MacWilliam, David Kickert und Troy Bourke mit den Klagenfurtern Sebastian Dahm, Jesper Jensen Aabo, Rihards Bukrats, Matt Fraser, Lucas Lessio, Nick Petersen, Rok Ticar und Mike Zalewski. Diese Serie konnte Salzburg abermals für sich entscheiden und einen 4:1 Seriensieg einfahren.

Im Finale kam es wie es kommen musste, der erste Platz gegen den zweiten Platz der Hauptrunde, Bozen gegen Salzburg! Was ein Kracher! Mike Dalhuisen (spielte einst in der DEL2 und ist eine ordentliche Kante) war letzte Saison noch ein Salzburger, doch das merkte man ihm in den Spielen, die ich mir anschauen konnte, nicht an. Der Mann fährt ordentliche Checks und weist die Gegner freundlich darauf hin, dass sie bitte nicht vor dem Tor stehen. Dazu kam noch ein weiterer, eher „softer“ Verteidiger: Scott Valentine (DEL 15/16-21/22). Im Sturm hat Bozen klangvolle Namen wie Christian Thomas, welchen ich früher oder später absolut in der DEL sehen will, Mike Halmo, Dustin Gazley oder Mitch Hults. Im Tor der Foxes stand ein bockstarker Sam Harvey (1.65 GAA und 93,6% SV).

Die Serie hätte bereits am 16.04.2023 entschieden werden können, Salzburg hatte den Matchpunkt, doch es ging in die dritte OT ehe ein Spieler von Bozen das Tor schoss und damit Spiel sechs klar machte. Spiel sechs ging dann mit 4:3 an die Südtiroler und es kam zum alles entscheidenden Showdown am gestrigen Freitag. Bozen oder Salzburg, wer wird Champion? Bozen ging nach 26 Minuten in Führung und konnte diese auch mit ins dritte Drittel nehmen. Der Ausgleich durch Thomas Raffl fiel erst knapp zehn Minuten vor Spielende, dann dauerte es keine acht Minuten ehe sich Nicolai Meyer, eine der Nachverpflichtungen der Salzburger, ein Herz fasste und das Game Winning Goal schoss. Salzburg überstand die letzte 95 Sekunden und dann gings rund! Die Jungs rissen eine ordentliche Party ab, was man so auf den sozialen Medien gesehen hat. Aber bleiben wir noch kurz beim Sportlichen. MVP der Playoffs wurde wie letztes Jahr Atte Tolvanen (in den Playoffs 1,38 GAA und 94,6% SV). Der Finne hat den Salzburger das ein oder andere Mal den Hintern gerettet mit seinen überragenden Saves!

Zurück zur Party, ich glaube es dauerte keine ganze Stunde bis die Salzburger Cracks den Cup in zwei Teile zerlegt haben, aber sie haben sich mit einer Instagram Story sofort bei der Liga dafür entschuldigt. Ich glaube die Jungs werden heute gleich damit weitermachen, wo sie gestern aufgehört haben und so soll es auch sein!

In diesem Sinne herzlichen Glückwunsch Red Bull Salzburg und Klausi Heigl! Ihr habt euch das verdient!
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Moritz Mühlbauer