Fünf Minuten wegen Meinung – NHL
Montag, döööööö. Eine neue Woche beginnt wieder und auch die NHL ist schon wieder eine Woche weiter. Manche Teams stehen bereits bei sieben Spielen. Der Spielplan diese Saison ist enger getaktet als der Fahrplan für U-Bahnen in Großstädten. Also bitte achten sie auf den Spalt zwischen Tür und Bahnsteigkante, die U6 nach Hausen fährt jetzt los.

(Foto: IMAGO - Imagn Images - Jeff Curry)
Wortschatz erweitern! Es ist wichtig, stetig seinen Wortschatz zu erweitern. Würden wir das nicht tun, wären die einzigen Worte, die wir sagen könnten, „Mama“ und „Papa“ - bei manchen wäre das vielleicht sogar besser so. Ich habe, wie viele andere diese Woche, meinen Wortschatz erweitert und möchte dies gerne hier anwenden. Die Panthers und Bruins wurden massiv "geeisblogt". Ich dachte, sowas passiert nur bekannten Personen oder mir, wenn ich sage, dass mein Lieblingsteam mal echt gut spielt, aber anscheinend geht das auch so. Oder der Panthers-Junge hat die Schwierigkeit endlich hochgestellt. Keiner weiß es. Jedenfalls läuft es seit letztem Blog nicht mehr so gut für die beiden. Für Florida sollte es doch aber ziemlich egal sein, was im Oktober passiert, oder...?
Stammtisch! Die Leistung der Hurricanes kann man aktuell nur honorieren. Klar waren es bei ihnen „erst“ fünf Spiele, aber dafür mussten sie auch diese erstmal gewinnen. Trotzdem zählt Carolina wie Florida für mich zum Playoff-Stammtisch. Ihnen kann es fast egal sein, was in den 82 Partien der Hauptrunde passiert, irgendwie werden sie immer an den Playoffs teilnehmen. Erst dann beginnt die Saison. Einige Clubs gehören einfach seit Jahren zu diesem elitären Stammtisch. Die Oilers nutzen dieses Privileg auch wieder in vollen Zügen aus, indem sie einmal wieder einen sehr durchwachsenen Saisonstart hingelegt haben. Wer gerne einen Platz am Tisch der Elitären hätte, sind die Red Wings. Für sie ist es viel entscheidender, was bereits im Oktober passiert, denn die Punkte, die du hier hast, musst du dir hintenheraus nicht erkämpfen. Der Stammtisch hat hohe Anforderungen, doch Detroit zeigt früh, dass sie diese Saison reif sind und Mo Seider endlich sein erstes Playoff-Spiel machen wird. Bis dahin fließt allerdings noch viel Wasser die Niagarafälle hinunter und die Red Wings haben es immer noch geschafft, die Playoffs zu verpassen.
Sorgenkinder! Anfang der Woche hatte ich mal wieder große Sorgen um das chronisch kranke Franchise der Buffalo Sabres. Eine Niederlagenserie, Verletzungen und bereits schlechte Stimmung bei den Fans, dass nur noch die Papiertüten halfen, wirkte wieder wie die Negativrekord-Sabres. Für den Moment haben sie sich wenigsten etwas gefangen. Auch Marchand versteht das nicht und lässt seine Wut an Dahlins Helm raus (der Mann ist echt anders). Doch wie vieles im Sport und vor allem im Eishockey - und gerade noch mehr in der NHL - ist das eine Momentaufnahme. Erfolg wäre ihnen echt mal zu gönnen. Auch wenn ich nicht weiß, ob die Leute in Buffalo wissen, wie man dieses Wort schreibt. Sorgenkinder der letzten Jahre waren und sind auch die Blackhawks. Hätten sie doch nur ein Talent im Kader, welches die Last von Bedards Schultern nehmen können. Ach, so jemanden haben sie? Wie heißt der? Lukas Reichel?!?! Schon mal gehört, aber der spielt doch so selten. Was? Er hat eben zwei Tore und eine Vorlage in einem Spiel gemacht? Dann sollte der jetzt doch endlich mal mehr Vertrauen und Eiszeit bekommen, oder? Jemand hat hier auf jeden Fall ein Problem mit seiner Brille. Entweder ich, weil ich die Deutsche zu sehr hype oder quasi die komplette Blackhawks-Organisation, weil sie Reichel - wenn überhaupt - nur in den letzten Reihen spielen lassen. Sind die Spieler im Kader so viel besser oder engagierter im Training? Eines der größten Rätsel des 21. Jahrhunderts im Eishockeysport.
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Torben Reith





