Fünf Minuten wegen Meinung – NHL

Es ist mal wieder diese Zeit im Jahr. Die große Zeit des Türchens aufmachen und warten auf den 24.12., besser bekannt als "Weihnachten". Der Klassiker im Adventskalenderspiel bleibt die Schokolade. Sie ist ungeschlagen, seit vielen Jahren einfach ein absoluter Top-Performer, in manchen Jahren sogar das Nonplusultra und vor allem dieses Jahr kann ihr niemand das Wasser reichen. Wer sich denkt: Moment mal - geht es hier überhaupt noch um Schokolade? Richtig, eigentlich nicht, sondern um – Fortsetzung folgt. 

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(Foto: IMAGO - Imagn Images - Dan Hamilton)

Lawinengefahr! Der Winter zieht ein, mit ihm kommt der Schnee und wenn du nur einen Mucks von dir gibst, rollt eine Lawine den Berg hinunter und verschlugt einfach ALLES, was ihr im Weg steht. Wir können eigentlich jetzt auf der Stelle die Presidents‘ Trophy vergeben, die Hauptrunde ist - was das angeht - durchgespielt. Colorado spielt aktuell auf einem anderen Level als die anderen 31 Teams der Liga. Da folgt nach der Shootout-Niederlage und dem Bruch der Siegesserie durch die Minnesota Wild auch dieselbe Aussage wie nach einer übertriebenen Partynacht am nächsten Morgen: „Who cares?“. Nur ein einziges Mal, EINMAL, aus bisher 25 Partien konnten die Avalanche keinen Punkt mitnehmen, EINMAL. Null, Eins, das war es schon. Und das gegen den Magier Marco Sturm vertretbar. 24 Spiele immer gepunktet und jetzt schon die 100 Tore geknackt. Dazu natürlich die beste Offensive und Defensive der Liga. An der Stelle halte ich mich mit Wolle Petry und sage einfach nur "Wahnsinn". Ein Bruch in ihrem Spiel ist nicht vorstellbar. Die Schwerkraft macht ihr Ding, die Lawine rollt und kann nicht gestoppt werden. Der einzige Stopppunkt wird nach 82 Spielen eintreten, schließlich werden dann die Karten neu gemischt und die Lawine muss neue Energie sammeln und neu ansetzen. Und jeder weiß in den Playoffs ist es egal wie gut die Hauptrunde war – Grüße nach Toronto, Vegas, Kassel und ganz liebe Grüße nach Boston. Daran kein Beispiel nehmen, Denver. 

Beben in Vancouver! Während fußballerisch gerade alles im Soll ist in Vancouver, dank des bavarischen Messias, liegt die Eishockeywelt im Westen Kanadas in Trümmern. Anfang der Woche gab es so einen heftigen der Paukenschlag, welcher ein Beben zu Frolge hatte, was man sonst nur hunderte Meilen südlicher vom San-Andreas-Graben kennt. „Canucks make verteran players available für trade“ so die Mitteilung von Sportsnet. Die Canucks streben nach ihrer fabelhaften Hauptrunde von vor zwei Jahren nun also ein Rebuild an. Parallelen zu den Rangers sind sichtbar, auch wenn diesmal größere Hebel bedient werden müssen. Die Hughes-Reunion bleibt der große Elefant im Raum. Vielleicht ist dieser Rebuild auch die allerletzte Chance für Reichel, der den ganzen Credit schon wieder verspielt hat. Denn ein Trade zu einem anderen NHL-Franchise scheint eher unrealistisch, jetzt spielt er nur noch für seinen Vertrag. Dann sollte er sich aber wirklich mal Tipps bei Thomas Müller holen, wie man ein Team auf Anhieb ins Finale führt. 

Letzter Tanz! Viel wird in den ersten Wochen der NHL-Saison über die Youngsters der Liga geschrieben – ZURECHT. Doch wer nicht nur dieses Jahr in ihrem, sondern auch über Jahrzehnte im Schatten von Sid und Ovi stand, ist Anže Kopitar. Ein letztes Mal wird er seine LA Kings anführen. Ein All-Star-Spieler mit zwei Stanley Cups mit LA (was Gretzky nie geschafft hat). Auch diese Saison sind sie wieder unauffällig in den Top-Drei der Pacific Division. Kopitar selbst steht bei 13 Punkten aus 21 Spielen und +8. Er schließt sich da Ovi, Sid, Malkin, etc. an. Ende 30 ist das neue Ende 20 und Anfang 20 ist auch Ende 20. Diese Saison haben erleben wir den Generationenwechsel hautnah, denn ab nächster wird Kopitar kein Teil mehr davon sein und damit dankt in LA der König ab. Ein Nachfolger muss noch gefunden werden. 
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Torben Reith