Fünf Minuten wegen Meinung – NHL
Diese Woche stand alles im Zeichen der zwei. Der 2. Advent hat die Woche abgeschlossen, die Oilers haben zwei gute Spiele am Stück gespielt und Colorado hat tatsächlich sein zweites Spiel ohne Punktgewinn beendet. Dann starten wir mal mit Zweisamkeit in diesen Blog.

(Foto: IMAGO - Imagn Images - Matt Blewett)
Hot, Hotter, Central! Dass diese Saison im Vergleich zu den vorherigen kurios ist, wurde in den letzten Blogs mehrfach erwähnt, aber was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist, dass aktuell die drei besten Franchises aus einer Division kommen. Während es im Osten enger zugeht als auf deutschen Stehplatztribünen, marschieren in der Central Division Dallas und Colorado so davon als ob sie vom Slenderman verfolgt würden. Jetzt kommt nach einem miserablen Start auch Minnesota in Fahrt. Das kann nur einen Grund haben: das Comeback von Nico Sturm! Okay vielleicht etwas mit deutscher Brille betrachtet, denn der wahre Held der jüngeren Wild-Tage ist ohne Zweifel Jesper Wallstedt. Bei dem Namen liegt der Fokus ganz klar auf den ersten vier Buchstaben des Nachnamens, denen macht der ROOKIE nämlich alle Ehre. Seine Stats lesen sich aktuell besser als jedes Spiegel-Bestseller-Buch. Deswegen liste ich sie sehr gerne hier nochmal auf: elf Spiele, acht Siege, vier Shutouts, 1,95 Gegentore pro Spiel und 93,6 Prozent Fangquote. Klar die sample size ist noch ziemlich klein, aber mit 23 Jahren und immer noch als Rookie schon vier Shutout in elf Spielen einzufahren ist (Achtung - inflationär benutztes Wort) WELTKLASSE! Somit schwingen sich die Wild in den letzten Wochen nach ihren zwei Division-Rivalen zum heißesten Team der Liga auf. Oder gibt's da noch jemand anderen?
…Naturgewalt! Gegen Naturgewalten ist der Mensch machtlos. Viele von ihnen kommen ohne Vorwarnung und hinterlassen ein Feld der Verwüstung. Ähnlich wie ein Team in der Metro-Division. Nein, tatsächlich meine ich nicht die Carolina Hurricanes, auch wenn es namentlich perfekt passen würde. Gemeint sind die Washington Capitals, die ähnlich wie Minnesota agieren. Schlechter Saisonstart, jetzt absolut hot und ein russischer Winger, der vom Tore schießen nicht genug bekommt. Doch warum sind sie jetzt eine Naturgewalt? Weil sie einfach unvermeidbar sind. Diese Saison sollte es doch bergab gehen, doch die Caps wehren sich entgegen meiner und vieler anderer Erwartungen. Und schon stehen sie halt wieder ganz oben. Am ehesten sind die Caps dann wohl ein Erdbeben, viel dagegen kann man nicht machen und altern wird es auch nicht. Zudem weiß niemand, wann das nächste ausbricht.
Konstanter als die Stadt am Bodensee! Auf die Tabelle im Osten ist aktuell nicht viel Verlass. Es geht, wie bereits angesprochen, brutal eng zu und zudem stehen Toronto und Florida unten und Philly und die Islanders oben. Doch auf ein Team ist in diesem Wirrwarr Verlass – Buffalo. Kaum ein Team macht jahrelang solch konstant gute Arbeit wie das Franchise von den Niagarafällen. In einer Liga, in der sich vieles ändert kann man sich wenigstens auf Buffalo immer wieder besinnen. Selbst als es am Anfang so aussah, als würden sie in diesem Wirrwarr mitmachen, haben sie doch wieder ihren geliebten Platz eingenommen. So kann im Sommer wieder hoch gepickt werden und ein talentierter Spieler an Land gezogen werden. Und wer weiß: Vielleicht erfreut sich in ein paar Jahren dann ein anderes Franchise an diesem Spieler. Denn in Buffalo wird sich einfach nichts ändern.
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Torben Reith





